Geldtipp

Alleinerziehende profitieren von Entlastungsbetrag

Wer alleinerziehend ist, hat genug Belastungen zu tragen.

Da muss nicht noch eine unnötige Steuerlast das Budget beeinträchtigen. Alleinerziehende sollten daher den ihnen zustehenden Entlastungsbetrag geltend machen. Er kann von jedem Steuerpflichtigen beantragt werden, wenn zu seinem Haushalt mindestens ein Kind gehört, für das er Kindergeld oder den steuerlichen Kinderfreibetrag erhält und wenn ansonsten keine volljährige Person im Haushalt lebt. Der Entlastungsbetrag wird auch gewährt, wenn ein Kind volljährig ist und für dieses Kind Kindergeld oder Kinderfreibetrag gewährt wird. Dies kommt in Betracht, wenn das Kind in Berufsausbildung ist, auf seinen Ausbildungsplatz wartet, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet oder behindert ist.

Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beträgt 1.308 Euro im Jahr. Er wird um ein Zwölftel für jeden vollen Kalendermonat gekürzt, in dem die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen. Berücksichtigt wird der Entlastungsbetrag dadurch, dass die Steuerklasse II eingetragen ist. So wird die monatliche Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer um 109 Euro vermindert.

Der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e.V. rät Alleinerziehenden zu prüfen, ob die Lohnsteuerklasse II auf der elektronischen Lohnsteuerkarte gespeichert ist, die zum 1. Januar 2013 eingeführt wird. Falls die Steuerklasse II nicht gespeichert ist, kann dies mit einem Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2013 nachgeholt werden. Eventuelle Ausbildungsnachweise sowie die beim Finanzamt erhältliche Erklärung zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende für die Lohnsteuerklasse II müssen beigefügt werden.