Geldtipp

Sprachkurs sichert bei Auslandsjahr das Kindergeld

Ein Auslandsaufenthalt weitet nicht nur den Blick des Nachwuchses, sondern verbessert häufig auch die Karrierechancen. Allerdings ist er selten finanziell günstig.

Damit Eltern nicht auch noch den Anspruch auf Kindergeld verlieren, sollten Familien bei der Gestaltung des Auslandsaufenthaltes der Kinder bestimmte Regeln beachten.

In der Regel erhalten Mütter und Väter für volljährige Kinder unter 25 Jahren Kindergeld. Damit dieses auch während eines Auslandsaufenthaltes gesichert ist, muss dieser mit Bildung verbunden sein. Dies heißt nicht, dass der Aufenthalt eine staatliche geregelte Ausbildung beinhalten muss. Vielmehr zählt als Ausbildung im Sinn des Kindergeldrechts auch, wenn eine Ausbildungs- oder Prüfungsordnung zwingend einen Auslandsaufenthalt von einer bestimmten Dauer vorschreibt. Ebenso ist das Kindergeld gesichert, wenn der Auslandsaufenthalt der Vorbereitung auf eine Fremdsprachenprüfung dient, die in einer Ausbildungs- oder Prüfungsordnung vorgesehen ist - oder wenn der Nachwuchs an einem Sprachunterricht von mindestens zehn Stunden pro Woche teilnimmt.

Es reicht nach der Ansicht der Richter vom Bundesfinanzhof nicht aus, wenn das Kind als Au-pair ins Ausland geht, ohne an einem systematischen Fremdsprachenunterricht teilzunehmen (Az: III R 58/08). Ebenso steht das Kindergeld bei "Work & Travel"-Aufenthalten auf der Kippe, die selten mit kontinuierlichem Sprachunterricht verbunden sind.