Geldtipp

Warum und wie viel Taschengeld Kinder brauchen

Geld ist ein leidiges Thema in vielen Familien. Eltern fühlen sich in einer Zwickmühle.

Sind sie zu freigiebig, fürchten sie, von ihren Kindern als unerschöpfliche Geldquelle angesehen zu werde. Doch ganz ohne Taschengeld verpasst der Nachwuchs womöglich die Chance, den Umgang mit Geld früh zu lernen.

Taschengeld hat vielfältige Funktionen. Ein Teil des Geldes fließt wohl in Comics oder Kino - das sollte das Kind selbst entscheiden und Eltern sich Kommentare verkneifen. Ein anderer Teil sollte aber durchaus auf die hohe Kante gelegt werden, denn manche Wünsche sind größer, als dass sie sich sofort verwirklichen ließen. Für ältere Kinder bietet sich ein Taschengeldkonto an, für jüngere ist es gut, wenn sie merken, dass das Sparschwein schwerer wird. Es gilt: Wenn eine Summe mit dem Kind vereinbart wurde, sollte sie gezahlt werden. Nicht mehr und nicht weniger, aber gleichbleibend und verlässlich. In Taschengeldtabellen, die beispielsweise die Jugendämter herausgeben, wird empfohlen, dass 13-Jährige monatlich auf 22 Euro kommen sollten, Sechsjährige auf zwei Euro pro Woche.

Wichtig ist, dass festgelegt wird, was vom Budget bezahlt werden muss. Dies kann sich mit steigendem Alter verändern. Fehlt am Ende des Monats Bares, sollten Eltern nicht nachschießen, sondern das Gejammer der Kinder aushalten. Zugleich sollte man besprechen, wo das Geld geblieben ist und was künftig verbessert werden kann.