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Recht: Anspruch auf Witwenrente auch nach wenigen Tagen Ehe ++ Didaktik: Eltern sollten beim Vorlesen Finger einsetzen

Anspruch auf Witwenrente auch nach wenigen Tagen Ehe

Einer Witwe steht auch nach nur 19 Tagen Ehe eine Hinterbliebenenrente zu. Voraussetzung ist, dass die Hochzeit zu einem früheren Zeitpunkt nicht möglich war, etwa weil ein Scheidungsverfahren lange dauerte. Das entschied das Sozialgericht Berlin (Az.: S 11 R 5359/08). Der Fall: Eine Frau heiratete im Krankenhaus ihren Lebenspartner, der erkennbar lebensbedrohlich an Lungenkrebs erkrankt war. 19 Tage später verstarb der Mann. Den Antrag auf Gewährung einer Witwenrente aus der Rentenversicherung des Ehemannes lehnte die Deutsche Rentenversicherung Bund ab. Die Begründung: Es habe sich offenbar um eine sogenannte Versorgungsehe gehandelt. Die Richter entschieden anders. Ein Scheidungsverfahren des Verstorbenen sei 2001 eingeleitet worden, das Urteil aber erst im November 2006 rechtskräftig geworden. Dies habe eine frühere Hochzeit verhindert. Auch hätten die Klägerin und ihr Mann seit 2003 zusammengelebt. Mit der Heirat sei nur das vollzogen worden, was lange beabsichtigt gewesen sei.

Eltern sollten beim Vorlesen Finger einsetzen

Beim Vorlesen sollten Eltern auch ihre Finger benutzen. Denn fährt der Finger auf dem Papier an den Wörtern entlang, können sich Vorschulkinder leichter auf der Seite orientieren und die Leserichtung erkennen. Hilfreich ist auch, wenn Eltern ihre Kinder hin und wieder auf bestimmte Buchstaben oder Wörter aufmerksam machen und mit ihnen darüber sprechen. So könnten sie den Code der Sprache besser knacken, heißt es in der Zeitschrift "Focus Schule" (Ausgabe August/September). Damit die Lesestunde nicht zu langweilig wird, sollten Eltern diese Technik aber nur ab und zu einfließen lassen.