Umwelt

Studie: Ganzheitliche Förderung verbessert Zukunftschancen

Entwicklungschancen von Kindern hängen vor allem von Eltern, Freunden und Nachbarschaft ab.

- Nach einer am Donnerstag in Stuttgart veröffentlichten Studie der Robert-Bosch-Stiftung genügt es nicht, Gesundheit und intellektuelle Fähigkeiten von Kindern zu fördern. Vor allem in Metropolregionen sind demnach ganzheitliche Förderkonzepte nötig. Kinder müssten "als Experten für ihr Leben ernst genommen werden und mitreden dürfen", die Kommunen sollten lokale Angebote stärker vernetzen.

Für die Studie "Starke Kinder - starke Familien. Wohlbefinden von Kindern in Städten und Gemeinden" wurden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur Förderung von Kindern sowie Initiativen in der Bundesrepublik und den USA untersucht. Trotz guter Ansätze gibt es laut der Studie besonders in Großstädten große Unterschiede in der Lebenswelt von Kindern. Die soziale Kluft in Deutschland habe sich vergrößert. Die Studie sieht Kinder gerade in reichen Ländern vor großen Herausforderungen: "Kinder müssen mit einer komplexen Welt zurechtkommen, einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unsicherheit, Mobilität, Zeitknappheit und Vereinzelung."

Die Bildungspolitik überschätzt aus Sicht der Wissenschaftler sprachliche, mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen. Die Orientierung an einem ganzheitlichen Modell fördert demnach "gerade auch jene Kinder, die möglicherweise nicht die erwünschte optimale Bildungsentwicklung durchlaufen".