Geldtipp

Außergewöhnliche Belastungen bei der Steuer absetzen

Krankheitskosten oder Unterhaltszahlungen können die Familien-Haushaltskasse mitunter ganz schön belasten.

Damit diese Last nicht allzu groß wird, können solche Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden.

Diese können steuerlich berücksichtigt werden, wenn zwangsläufig größere Aufwendungen entstehen, als sie die Mehrzahl vergleichbarer Steuerpflichtiger zu tragen haben. Die Aufwendungen, die die zumutbare Eigenbelastung übersteigen, können dann bei der Einkommensteuererklärung vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden.

Die Voraussetzung dafür ist, dass die Ausgaben relativ gesehen über dem Durchschnitt liegen. Außerdem müssen Steuerzahler dafür eine sogenannte zumutbare Eigenbelastung leisten, deren Höhe sich nach ihren Einkünften richtet.

Eine Besonderheit ergibt sich dabei bei verheirateten Paaren: "Bei einer getrennten Veranlagung wird eigentlich so gerechnet, als wären die Ehegatten gar nicht verheiratet", heißt es beim Bund der Steuerzahler in Berlin. Bei der getrennten Veranlagung wird im Prinzip jeder Ehegatte für sich besteuert. Das kann sich zum Beispiel lohnen, wenn beide Ehegatten Ruheständler mit Nebeneinkünften sind oder einer Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Tätigkeit hat.

Um die Eigenbelastung von außergewöhnlichen Belastungen zu berechnen, wird immer der Gesamtbetrag der Einkünfte beider Ehegatten zu Grunde gelegt. Diese werden also nicht getrennt betrachtet. Im Hinblick darauf sollte gesondert geprüft werden, ob für die Ehegatten letztendlich nicht doch die Zusammenveranlagung mit dem Ehegattensplitting vorteilhafter ist.