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Gesundheit: Internetseite informiert Eltern über vegetarische Ernährung ++ Studie: Fernsehkonsum schadet Kindern langfristig ++ Psychologie: Eltern brauchen bei Erziehungstipps dickes Fell

Internetseite informiert Eltern über vegetarische Ernährung

Auf einem neuen Informationsportal im Internet können sich Eltern über vegetarische und vegane Kinderernährung informieren. Auf Tofufamily.de wird etwa erläutert, ab wann Sojaprodukte für Kinder geeignet sind, und es gibt Tipps, welche Vitamine bei streng veganer Ernährung möglicherweise zusätzlich eingenommen werden sollten. Darauf weist der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) hin, der die Seite fördert. Zudem können sich Eltern auf dem Portal mit anderen Familien austauschen, die ihre Kinder vegan oder vegetarisch ernähren.

Fernsehkonsum schadet Kindern langfristig

1300 Kinder im Alter von etwa 2,5 Jahren und deren Eltern wurden von Wissenschaftlern rund um Caroline Fitzpatrick und Linda Pagani von der Universität Montreal nach deren Fernsehgewohnheiten befragt. Zu späteren Messzeitpunkten erfassten sie den Hüftumfang und die Fähigkeit der Kinder, aus dem Stand zu springen. Ergebnis: Jede Stunde vor dem Fernseher wirkt sich bei Kleinkindern der kanadischen Studie zufolge langfristig auf Körperumfang und Sportlichkeit aus. Je länger Kinder in jungen Jahren vor dem Fernseher sitzen, desto größer ist ihr Hüftumfang zum Ende der vierten Klasse, berichten Forscher der Universität Montreal im "International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity". Die Muskelkraft der Kinder mit längerem Fernsehkonsum war demnach später geringer. Der Hüftumfang nahm den Forschern zufolge zu: Ein Kind, das mit 4,5 Jahren 18 Stunden pro Woche vor dem Fernseher sitze, habe mit zehn Jahren durchschnittlich 7,6 Millimeter mehr Hüftumfang als ein Kind, das nicht ferngesehen habe.

Eltern brauchen bei Erziehungstipps dickes Fell

Eltern sollten sich bei Erziehungsratschlägen von Großeltern und Freunden ein dickes Fell zulegen. "Für junge Eltern ist das ein großer Stress. Gerade wenn es das erste Kind ist, ist es nicht selten, dass man viele gut gemeinte Tipps bekommt", sagt Kinderpsychologe Holger Simonszent. Wenn Mütter oder Väter sich wirklich unsicher seien, sollten sie andere gezielt ansprechen. Ansonsten sei es ihr gutes Recht zu sagen: "Darüber möchte ich jetzt nicht reden." Für Kinder seien unterschiedliche Erziehungsstile - etwa von Eltern und Großeltern - kein Problem. "Die können sich sehr schnell darauf einstellen", sagt Simonszent. Wichtig sei, dass die Eltern sich untereinander einig seien und konsequent bei dem blieben, was sie durchsetzen wollen.