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Partnerschaft: Verzicht in einer Beziehung kann kontraproduktiv sein ++ Umfrage: Viele Frauen meiden öffentliche Toiletten aus Ekel ++ Ratgeber: Mit magersüchtigen Kindern nicht übers Gewicht sprechen ++ Politik: Kinderschutzbund findet Jugendschutzgesetz unnötig

Verzicht in einer Beziehung kann kontraproduktiv sein

Verzichten Partner dem anderen zuliebe auf etwas, festigen sie dadurch nicht immer ihre Beziehung. Entscheidend sind die Motive, aus denen heraus nachgegeben wird. Das zeigt eine Studie der San Francisco State University, wie die Zeitschrift "Psychologie heute compact" berichtet. Wer mit seinem Opfer Positives erzielen will - etwa den Partner glücklich machen oder größere Intimität herstellen - folgt dem Motiv der Annäherung. Nach ihrem Befinden befragt, schätzten sich Probanden glücklicher ein und lebten in einer stabileren Beziehung. Anders sieht es offenbar aus, wenn hinter dem Opfer das Motiv der Vermeidung steckt. Geben die Befragten nach, um Konflikte oder gar eine Trennung zu vermeiden, fühlten sie sich schlecht, was oft zu Spannungen führt.

Viele Frauen meiden öffentliche Toiletten aus Ekel

Öffentliche Toiletten sind den meisten Deutschen ein Graus. Drei Viertel (74,9 Prozent) der Teilnehmer einer Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" empfinden es als "sehr unangenehm", öffentliche Toiletten zu benutzen. Empfindlich sind dabei vor allem Frauen (88,9 Prozent). Jede zweite (47,4 Prozent) meint, auf öffentlichen Toiletten hole man sich leicht eine Blasenentzündung. Doch auch sechs von zehn Männern (60,2 Prozent) halten die Benutzung öffentlicher Toiletten für äußerst unangenehm.

Mit magersüchtigen Kindern nicht übers Gewicht sprechen

Bei magersüchtigen Kindern sollten Eltern generelle Diskussionen um Kalorien und Gewicht vermeiden. Außerdem gehen sie besser nicht auf das Aussehen oder die Figur ihres Kindes ein. Denn loben sie es beispielsweise dafür, dass es zugenommen oder gut gegessen hat, könne sich das Kind daraufhin wieder Vorwürfe machen. Darauf weist Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) hin. Bevor sie mit ihrem Kind über Magersucht sprechen, sollten sich Eltern besser zuerst ausführlich darüber informieren. Denn im Umgang mit der Krankheit können sie Fehler machen, die das Kind weiter unter Druck setzen. Kinder- und Jugendpsychiater können helfen.

Kinderschutzbund findet Jugendschutzgesetz unnötig

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hat im "Kölner Stadt-Anzeiger" die Politik von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) grundsätzlich kritisiert. Anlass ist deren Plan, das Jugendschutzgesetz zu verschärfen. "Für die gesamte Familien-, Kinder- und Jugendpolitik gibt es kein Konzept und keine Philosophie. Das zeigt sich auch hier wieder." Jugendlichen den Zugang zu Alkohol, Gewaltdarstellungen oder Pornografie zu versperren, "das funktioniert in der heutigen Welt nicht mehr". Insofern sei das Vorhaben "überflüssig und nicht umsetzbar", sagte Hilgers. "Es gibt bloß den Weg, Jugendliche zu stärken. Das geht wie immer nur mit Liebe und gutem Beispiel."