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Urteil: Kein Zuschlag für Großeltern als Vormund ++ Studie: Alleinerziehende mit Hartz IV bekommen oft nur Minijobs ++ Internet: Eltern sollten beim Surfen ein Zeitlimit setzen ++ Gesundheit: Partner von Krebspatienten leiden mit

Kein Zuschlag für Großeltern als Vormund

Übernehmen Großeltern die Vormundschaft für ihre Enkel, haben sie keinen Anspruch auf einen Kinderzuschlag. Im Gegensatz zu Eltern und Kindern bilden sie keine sogenannte Bedarfsgemeinschaft mit den Enkeln. Das geht aus einem Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz hervor (Az.: L & BK 1/10), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt. In dem Fall hatte das Gericht den Großeltern die Vormundschaft für ihre drei Enkel übertragen. Für diese erhielten sie Sozialhilfeleistungen. Die Großeltern klagten aber auf die Auszahlung eines Kinderzuschlags. Diesen Zuschlag bekommen gering verdienende Familien mit Kindern. Die Richter lehnten dies ab, da die Großeltern mit ihren Enkelkindern auch dann keine Bedarfsgemeinschaft bilden, wenn sie Vormund der Kinder sind. Die Enkel hätten unabhängig vom Einkommen und Vermögen der Großeltern Anspruch auf staatliche Hilfe.

Alleinerziehende mit Hartz IV bekommen oft nur Minijobs

Alleinerziehende, die Hartz IV beziehen, können wegen mangelnder ganztägiger Kinderbetreuung oft nur in Minijobs arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 40 Prozent der Alleinerziehenden benötigen den Angaben zufolge Hartz IV. Ein Drittel von ihnen arbeite parallel zum Leistungsbezug. "Dabei wären drei von vier alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängerinnen bei der Jobsuche bereit, unterhalb ihres fachlichen Könnens und unter belastenden Arbeitsbedingungen zu arbeiten", erklärte das zur Bundesagentur für Arbeit gehörende Institut.

Eltern sollten beim Surfen ein Zeitlimit setzen

Eltern, die ihre Kinder vor Risiken im Netz schützen wollen, rät Lutz Neugebauer, Sicherheitsexperte beim IT-Branchenverband Bitkom in Berlin, sie nicht über das Elternprofil surfen zu lassen, sondern ihnen ein eigenes einzurichten. Unter diesem Profil könne auch eine Jugendschutzsoftware installiert werden. Sie basiere auf einer sogenannten Whitelist, in der nur unbedenkliche Seiten stehen. Außerdem sollten Eltern eine Zeitgrenze setzen, wie lange ihre Kinder im Internet surfen dürfen. Eine solche Surf-Zeitbegrenzung könne über den Internet-Router leicht eingestellt werden, erklärt Neugebauer.

Partner von Krebspatienten leiden mit

Die Situation der Partner von Brustkrebspatientinnen wird oft übersehen. Sie leiden, besonders, wenn der Tumor erneut auftritt, vermehrt unter Kopfschmerzen und Stress-Symptomen, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Aber kaum jemand frage danach, auch ihr Arzt nicht. Das sei das Fazit einer Studie an der Universität des Bundesstaates Ohio. Studienleiterin Sharla Well-Di Gregorio rät den Männern daher, auch etwas für sich zu tun, beispielsweise eine Entspannungstechnik zu lernen, um besser mit der Krankheit ihrer Partnerin umzugehen.

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