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Babybehandlung: Kinderärzte warnen vor "Pucken" von Säuglingen ++ Seniorenarbeit: Immer mehr Rentner haben einen Minijob ++ Kitabildung: Studie: Zu wenig interreligiöse Bildung ++ Erziehungsfrage: Taschengeld bringt Kindern das Sparen bei

Kinderärzte warnen vor "Pucken" von Säuglingen

Der nordrheinische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt davor, Säuglinge zur Beruhigung eng in ein Tuch zu wickeln. "Pucken" sei "überflüssig und gefährlich", sagt der Mediziner Hermann Josef Kahl. Gerade im Sommer bestehe die Gefahr eines Hitzschlages. "Manche Kinder werden so eng gepuckt, dass Nerven abgeklemmt werden." Auch das Risiko für Fehlstellungen der Hüfte steige nachgewiesenermaßen durch das Pucken an. Das enge Einwickeln vermittele dem Kind auch keineswegs die Enge des Mutterleibs, wie oft behauptet werde. Im Mutterleib liege das Kind in der typischen Embryonalhaltung und könne sich in Grenzen auch bewegen. Gepuckte Babys lägen dagegen ausgestreckt und könnten weder Arme noch Beine bewegen.

Immer mehr Rentner haben einen Minijob

Was in Rheinland-Pfalz Trend ist, könnte auch in ganz Deutschland Schule machen: Dort haben immer mehr Senioren einen Minijob. Wie aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, waren im dritten Quartal des vergangenen Jahres 41.500 Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter in dem Bundesland als geringfügige Beschäftigte angestellt. Im Vergleich zum Jahr 2003, in dem die Daten erstmals erhoben wurden, stieg damit ihre Zahl um 36 Prozent. Damals, im Jahr der Arbeitsmarktreform, waren 30.500 Senioren als Minijobber tätig.

Studie: Zu wenig interreligiöse Bildung

In Kitas sollte stärker auf interreligiöse Bildung geachtet werden, fordert die evangelische Theologin Anke Edelbrock. Sie bezieht sich auf eine Studie der Universität Tübingen, bei der deutschlandweit Erzieherinnen an 487 Kitas sowie Eltern und Kinder befragt wurden. Religiöse Feste wie Weihnachten, Ramadan und Chanukka sollten in den Kita-Alltag integriert sowie gemeinsame Personen aus Bibel und Koran, aber auch Unterschiede erklärt werden. Der Religionspädagoge Albert Biesinger fordert: "Neben üblichen Ausflügen zur Feuerwehr, Backstube und Kirche sollte ein Moschee- und Synagogenbesuch ebenso selbstverständlich sein." In der Umfrage hatten 77 Prozent der Erzieher angegeben, Kinder mit verschiedenen Religionszugehörigkeiten zu betreuen.

Taschengeld bringt Kindern das Sparen bei

Eltern können ihren Kindern das Sparen schon früh nahebringen. Das erklärt die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften. Höhe und Häufigkeit des Taschengeldes richten sich nach dem Alter des Kindes. Bis zum zehnten Lebensjahr sollte es das Geld wöchentlich geben, danach können Kinder lernen, monatlich zu planen. Jugendämter empfehlen, Kindergartenkindern jede Woche 50 Cent zu geben. Grundschulkinder bis zum Alter von neun Jahren sollten wöchentlich bis zu drei Euro bekommen. In den Folgejahren sollte das Taschengeld Schritt für Schritt steigen, für 18-Jährige könne es monatlich bis zu 70 Euro betragen.