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Baby: Zwei Stunden Schreien am Tag ist ganz normal ++ Senioren: Demenzkranke empfinden hohe Stimme oft als aggressiv

Zwei Stunden Schreien am Tag ist ganz normal

In den ersten Lebenswochen kann ein Baby etwa zwei Stunden täglich schreien, ohne dass sich Eltern Sorgen machen müssen. Laut australischen Forschern glaubt die Hälfte der Eltern fälschlicherweise, dass ihr Baby ein Schreibaby ist. "Als ein Schreibaby gilt ein Säugling, der täglich mehr als drei Stunden an mindestens drei Tagen der Woche über mehr als drei Wochen aus unerklärlichen Gründen schreit und sich kaum beruhigen lässt", sagt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Dann sollten Eltern beim Kinderarzt Hilfe suchen. Experten gehen bei Schreibabys von einer Regulationsstörung aus: Die Babys können sich nicht ihrem Alter entsprechend selbst beruhigen. Verschiedenen Studien haben gezeigt, dass das Füttern bei den ersten Unmutszeichen des Babys sowie viel Hautkontakt das Weinen eventuell mindern können.

Demenzkranke empfinden hohe Stimme oft als aggressiv

Der Klang der Stimme kann auf Demenzkranke erheblichen Einfluss haben. "Spricht jemand mit einer hohen Stimme und eher schnell, wird das von den Erkrankten als Aggression verstanden", sagt Kommunikationstrainerin Svenja Sachweh, die sich auf das Gebiet der Altenpflege spezialisiert hat. Man solle darauf achten, die Betroffenen möglichst in einer tiefen Klanglage anzusprechen. Hilfreich sei, sich vorzustellen, wie man Kindern eine Geschichte vorliest. "Da verstellt man fast automatisch seine Stimme, wenn man in verschiedene Rollen schlüpft", sagt Sachweh. Vorsichtig sollten Pflegende mit Sprichwörtern und Redewendungen sein. Denn Demenzkranke verstehen diese Ausdrücke oft wörtlich und können sie nicht aus dem Kontext heraus erfassen, etwa "sich aufs Ohr hauen". Das verwirre sie zusätzlich.