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Urteil: Anspruch auf Witwenrente nach nur 19 Tagen Ehe ++ Ernährung: Nicht alle Babys haben gleich viel Hunger ++ Senioren: Ältere hält der Kontakt zu Jüngeren geistig fit ++ Konflikte: Gute Argumente für Absage an Familientreffen

Anspruch auf Witwenrente nach nur 19 Tagen Ehe

Wer einen todkranken Menschen heiratet, der kurz nach der Eheschließung stirbt, kann nach einem Urteil des Berliner Sozialgerichts trotzdem eine Witwenrente bekommen. Dies ist nach Ansicht der Richter dann der Fall, wenn eine frühere Eheschließung wegen eines jahrelangen Scheidungsverfahrens nicht möglich war (Az.: S 11 R 5359/08). Geklagt hatte eine Berlinerin, die 2007 ihren langjährigen Partner im Krankenhaus geheiratet hatte, der zu diesem Zeitpunkt bereits lebensbedrohlich an Lungenkrebs erkrankt war. 19 Tage später starb er. Anspruch auf Witwenrente haben in Deutschland in der Regel Ehepartner, die mindestens ein Jahr verheiratet waren.

Nicht alle Babys haben gleich viel Hunger

Jedes Baby zeigt ein anderes Essverhalten. "Manche Babys trinken alle zwei, andere alle vier Stunden, und manche brauchen dafür fünf Minuten, andere deutlich länger", erklärt Claudia Hellmers, Hebammenwissenschaftlerin im Netzwerk Gesund ins Leben. Diese Unterschiede seien völlig normal. Oft sind Eltern aber unsicher, ob das Baby genug Nahrung bekommt, gerade wenn sie beim Stillen die Menge nicht genau feststellen können. Ein gesundes Baby zeigt jedoch, wann es satt ist: Es lässt dann die Brustwarze los oder spuckt den Sauger aus. "Solange das Baby zufrieden und lebhaft ist und an Gewicht zunimmt, können Eltern auf das Sättigungsgefühl ihres Kindes vertrauen", sagt Hellmers.

Ältere hält der Kontakt zu Jüngeren geistig fit

Als bereichernd für beide Seiten empfinden die Deutschen laut einer Umfrage des "Senioren Ratgebers" das Miteinander von Jung und Alt. 81 Prozent sind der Ansicht, dass ältere Menschen mit ihrer Erfahrung den Jüngeren zeigen können, "wo es im Leben langgehe". Umgekehrt schätzen die meisten die Gesellschaft von Jüngeren als eine Art Jungbrunnen für Ältere ein. 90 Prozent finden beispielsweise, dass der regelmäßige Umgang mit den eigenen Kindern oder Enkeln geistig jung und fit halte. 87 Prozent sind der Meinung, dass die Auseinandersetzung mit den Themen und Wünschen junger Menschen den Geist im Alter anrege. Doch zwei Drittel der Befragten haben auch Zweifel, ob ältere Menschen noch offen genug sind für neue Gedanken.

Gute Argumente für Absage an Familientreffen

Der Familienurlaub steht an - und die Eltern sehen es als selbstverständlich an, dass man sie besucht. Abzusagen, weil die Lust fehlt, fällt dabei nicht immer leicht. Denn damit riskiert man, die Familie vor den Kopf zu stoßen oder sogar sanktioniert zu werden. "Das Paar sollte deshalb die Konsequenzen genau abwägen", sagt Paartherapeut Rüdiger Wacker. Außerdem sollte es überlegen, ob hinter der Erwartung der Eltern der Wunsch stehe, als Familie zusammenzukommen, oder ob es eine Form der Erpressung sei. So werde in einigen Familien eine finanzielle Unterstützung an bestimmte Bedingungen geknüpft.

( dapd,dpa,BM )