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Studie: Gegenstände wie Handys können Trost spenden ++ Senioren: Sucht bei älteren Menschen stärker bekämpfen ++ Gesundheit: Rauchende Frauen haben häufiger Depressionen

Gegenstände wie Handys können Trost spenden

Fühlen sich Menschen alleingelassen, suchen sie Trost in Dingen, die sie besitzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer Psychologen. Dieser Mechanismus greife vor allem dann, wenn man sich von einer nahestehenden Person im Stich gelassen fühle. Als Reaktion auf diese Verunsicherung suchten Menschen nach einer verlässlicheren Quelle für Trost und Geborgenheit. Objekte werden als extrem zuverlässig wahrgenommen: Man habe sie völlig unter Kontrolle, könne sie nehmen, wann man sie brauche und weglegen, wenn man sie nicht mehr benötige, zitiert die Zeitschrift "Psychologie heute" (Ausgabe Juli 2012) die Autoren der Studie.

Die Forscher teilten die Versuchspersonen in zwei Gruppen ein: Die Mitglieder der ersten sollten ein Ereignis aufschreiben, bei dem sie ein guter Freund im Stich gelassen hatte. Die Probanden in der Gruppe zwei wurden aufgefordert, eine positive Erfahrung mit einem nahen Menschen zu schildern. Danach sollten die Teilnehmer Aussagen zustimmen, etwa "Ich fühle mich verletzlich, wenn ich einige Tage ohne meine Besitztümer auskommen muss". Als Resultat zeigte sich, dass die Probanden in Gruppe eins Gegenständen aus ihrem Besitz einen viel höheren Stellenwert einräumten als die in der zweiten Gruppe.

Sucht bei älteren Menschen stärker bekämpfen

Der Kampf gegen Süchte unter Senioren muss nach Auffassung der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans (FDP) intensiviert werden. "Wir müssen Ärzte und Apotheker viel stärker für die Problematik sensibilisieren", sagte die FDP-Politikerin. Die demografische Entwicklung lasse befürchten, dass es künftig deutlich mehr Ältere mit problematischem Trinkverhalten geben werde. Es nütze nichts, darauf zu warten, dass die Menschen zur Beratungsstelle kommen, sagte die Drogenbeauftragte. Dyckmans forderte daher eine bessere Verzahnung der Suchthilfe mit Altenheimen, Altenwohngemeinschaften, Seniorenbeiräten und anderen Senioreneinrichtungen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte kürzlich eine repräsentative Umfrage veröffentlicht, nach der in vier von fünf stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen Menschen mit Suchtproblemen leben. Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit stehe dabei im Zentrum, hieß es.

Rauchende Frauen haben häufiger Depressionen

Rauchende Frauen haben nicht nur ein erhöhtes Krebsrisiko, sondern sie müssen auch mit heftigen seelischen Beeinträchtigungen und anderen schweren Erkrankungen rechnen. Das berichtet das Frauen-Lifestylemagazin "Women's Health" (Ausgabe 7/8) unter Berufung auf eine Untersuchung der US-amerikanischen University of Kentucky. Danach ist die Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken, bei Raucherinnen doppelt so hoch wie bei Nichtraucherinnen. Zudem wird die Gefahr, innerhalb von 30 Tagen nach einer Operation zu sterben, durch das Nikotin um 40 Prozent erhöht. Weitere Nebenwirkungen der Glimmstengel sind der Studie zufolge Akne, mit einer Erhöhung des Risikos um 300 Prozent sowie chronische Schmerzen mit einer Erhöhung um 104 Prozent. Auch Knochenbrüche können bei Raucherinnen um 25 Prozent zunehmen. Ob diese Folgen des Rauchens auch für Männer gelten, wurde in der Studie nicht untersucht.