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Urteil: Keine höheren Hartz-IV-Sätze für stillende Mütter ++ Senioren: Demenzkranke alltägliche Aufgaben übernehmen lassen

Keine höheren Hartz-IV-Sätze für stillende Mütter

Stillende Mütter haben keinen Anspruch auf höhere Hartz-IV-Sätze. Das Sozialgericht Wiesbaden wies die Klagen von zwei Frauen ab, die einen erhöhten Kalorienbedarf und entsprechende Zusatzkosten während der Stillzeit geltend machen wollten. Die Klägerinnen argumentierten, sie benötigten in den ersten Monaten nach der Geburt täglich etwa 500 bis 600 Kalorien mehr als sonst. Zudem sehe das Gesetz für Schwangere bereits einen Zusatzbedarf vor, obwohl diese nur etwa 250 Kalorien mehr verbrauchten (Az.: S 16 AS 581/11 und S 16 AS 581/11). Die Wiesbadener Richter wiesen die Klagen zurück: Die Mehrkosten könnten durchs Stillen des Kindes wieder eingespart werden, da weniger Nahrung für den Nachwuchs gekauft werden müsse.

Demenzkranke alltägliche Aufgaben übernehmen lassen

Ein fester Tagesablauf und wenig Veränderung kann Demenzkranken helfen, sich zu Hause zurecht zu finden. Angehörige sollten darauf achten, die Betroffenen in den Alltag einzubinden. Dazu bieten sich gewohnte Tätigkeiten an wie Garten - oder Hausarbeit, singen, malen oder Spaziergänge mit der Familie. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) hin. Ein Netzwerk aus Freunden und Nachbarn kann Angehörige entlasten. Werden Demenzkranke im eigenen Haushalt gepflegt, sollte darüber der Hausarzt Bescheid wissen. Denn die Betreuung bedeutet eine psychische Belastung, die bei Angehörigen ebenfalls Krankheiten verursachen kann. Gerade Menschen, die sich für andere einsetzten, ließen die eigene Gesundheit häufig außer Acht.