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Entwicklung: Warum sich Kinder für Fäkalien und anderes Ekliges begeistern ++ Vorbild: Eltern sollten mit Beispielen übers Rauchen aufklären ++ Verhütung: Vergessene Pille so schnell wie möglich nachnehmen ++ Trauerarbeit: Verlust eines Angehörigen kann noch viele Jahre nachwirken

Warum sich Kinder für Fäkalien und anderes Ekliges begeistern

Den Eltern dreht es vor Ekel den Magen um, aber die dreijährige Tochter lässt ungerührt die schleimige Schnecke über ihr nacktes Bein laufen. So etwas erleben fast alle Eltern einmal. Besonders beliebt bei vielen Kleinkindern sind ihre eigenen Ausscheidungen. Die Faszination für Ekliges lasse aber etwa mit vier Jahren wieder nach, beruhigt Rainer Krause, Psychologe und Psychotherapeut in Berlin. "Alles, was mit Popo und Kacka zu tun hat, finden Kleinkinder spannend", sagt er in "Baby und Familie". Gegen viele ekelerregende Dinge besitzen wir eine genetische Abneigung, oft aber muss noch Lebenserfahrung hinzukommen, um die innerliche Abwehr zu festigen.

Eltern sollten mit Beispielen übers Rauchen aufklären

Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit negativen Beispielen sollten Eltern ihre Kinder über die Gefahren des Rauchens aufklären. Nur zu sagen: "Das darfst du nicht", reiche nicht, sagt Uwe Prümel-Philippsen, Sprecher des Aktionsbündnisses Nichtrauchen. Stattdessen sollten anschauliche negative Beispiele aus dem Umfeld des Kindes verwendet werden. Einer neuen Studie zufolge tragen auch Rauch-Szenen in Filmen häufig mit dazu bei, dass Jugendliche zur Zigarette greifen. Je mehr Filmszenen mit rauchenden Schauspielern ein Jugendlicher sieht, desto eher probiert er das Rauchen selber aus, haben Wissenschaftler um Rainer Hanewinkel vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel herausgefunden.

Vergessene Pille so schnell wie möglich nachnehmen

Verhütet eine Frau mit der Pille und vergisst einmal die Einnahme, hängt der Empfängnisschutz davon ab, wann sie die Einnahme vergessen hat. Nimmt sie innerhalb von zwölf Stunden eine Pille nach, sei sie weiter vor einer Schwangerschaft geschützt, erläutert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Das gelte aber nur, wenn die Frau mit einer Kombinationspille, die die Hormone Östrogen und Gestagen enthält, verhütet. Bei einer vergessenen Minipille sollten sich Betroffene an ihren Arzt wenden. Hat die Frau die Einnahme mehr als einmal vergessen, besteht nach Angaben der BZgA kein ausreichender Empfängnisschutz mehr.

Verlust eines Angehörigen kann noch viele Jahre nachwirken

Hinterbliebene sollten sich von gesellschaftlich verankerten Vorstellungen über Trauer nicht verunsichern lassen. Viele Konzepte basierten auf Stereotypen, heißt es bei der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas. Zu den irrtümlichen Annahmen gehöre etwa, dass die Trauer nach einer bestimmten Zeit beendet sei und Hinterbliebene wieder so werden wie vor dem Verlust. Der Tod einer nahestehenden Person sei aber keine Krankheit, die überwunden werden könne. Es sei normal, dass sich der Verlust auch noch nach Jahren auswirken könne. Auch die Vorstellung, dass man sich schmerzhaften Gefühlen stellen müsse, treffe nicht immer zu. Keine Untersuchung belege, dass Menschen den Verlust dann besser verarbeiten konnten.