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Urteil: 30-Stunden-Job für Alleinerziehende genügt ++ Partnerschaft: Bei Beziehungsstress nach den Streitgründen suchen ++ Studie: Mehr Schutz vor sexuellem Missbrauch im Netz nötig ++ Ernährung: Kinder müssen für ersten Brei aufrecht sitzen können

30-Stunden-Job für Alleinerziehende genügt

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ist ein 30-Stunden-Job für eine alleinerziehende Mutter mit drei größeren Kindern ausreichend (XII ZR 65/10). Sie kommt damit ihrer Pflicht zur Erwerbstätigkeit nach. Hausaufgabenbetreuung und die Fahrdienste der Mutter zum Sport werden als notwendige Betreuungsleistung anerkannt. An die Darlegungspflicht der Mutter seien "keine überzogenen Anforderungen zu stellen". Die Frau aus Schleswig-Holstein erhält neben Unterhalt für ihre Kinder monatlich 938 Euro vom Ex-Mann, weil Ganztagstätigkeit nicht zumutbar ist.

Bei Beziehungsstress nach den Streitgründen suchen

Nicht immer wird in einem Beziehungsstreit das eigentliche Problem diskutiert. Oberflächlich geht es um die dreckige Wäsche, im Kern dreht es sich aber um zu wenig Zeit füreinander oder darum, dass ein Partner dem anderen nicht mehr vertraut. Hat man das Gefühl, dass der Partner in einer Auseinandersetzung nicht das anspricht, um was es tatsächlich geht, sollte man genau das thematisieren: "Versuchen Sie, eine Metaebene einzunehmen und das eigentliche Streitthema zu hinterfragen", rät Psychologin Felicitas Heyne. Am besten frage man den anderen: "Warum stört dich diese Sache so?" Bei Vorwürfen sollte man nachhaken: "Warum denkst du das?"

Mehr Schutz vor sexuellem Missbrauch im Netz nötig

Wie eine Befragung im Auftrag der EU-Kommission ergab, experimentieren Kinder und Jugendliche leichtfertig mit der Selbstdarstellung im Netz. Je jünger Kinder online agierten, umso größer sei die Gefahr, Opfer sexueller Übergriffe zu werden. Laut Studie steigen Kinder und Jugendliche häufig mit romantischen und naiven Vorstellungen in sexuell anzügliche Online-Dialoge ein. Die Geschäftsführerin der Kinderschutzorganisation "Innocence in Danger", Julia von Weiler, forderte eine obligatorische und regelmäßige Vermittlung von Medienkompetenz von Schulbeginn an: "Die Kinder müssen um die Gefahren wissen und wissen, wo Grenzübertritte beginnen."

Kinder müssen für ersten Brei aufrecht sitzen können

Zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat sollten Babys den ersten Brei bekommen. "Der genaue Zeitpunkt für den Breistart ist jedoch von Kind zu Kind verschieden", sagt Kinderärztin Hildegard Przyrembel vom Netzwerk Gesund ins Leben. Um mit Löffel zu essen, muss das Baby den Kopf aufrecht halten können, wenn es im Sitzen gestützt wird.