Geldtipp

Eltern können Sozialbeiträge der Kinder beim Fiskus anrechnen

Wer Änderungen im Steuerrecht aufmerksam beobachtet, kann auch bei größeren Kindern einiges rausholen.

Denn nicht nur Kindergeld und Freibeträge senken die Steuerlast der Eltern. Auch Ausgaben, die im Zusammenhang mit den Kindern entstehen, können Mutter oder Vater bei der Steuer anrechnen. Bei der Kranken- und Pflegeversicherung etwa gilt seit 2010 eine besondere Regelung: Eltern haben die Möglichkeit, Beiträge der Kinder zur Sozialversicherung bei sich abzusetzen - sogar, wenn sie keinen Anspruch mehr auf Kindergeld oder Kinderfreibeträge haben. Auch ohne dass ihnen diese staatliche Förderung zusteht, können es schließlich die Eltern sein, die die Beiträge wirtschaftlich tragen und nicht die Kinder.

Es spielt dabei keine Rolle, ob die Eltern oder das Kind bezahlen. Die Regelung ist eine Ausnahme: Normalerweise kann nur der Steuerzahler Beiträge als Sonderausgaben geltend machen, der selbst Versicherungsnehmer ist und die Beiträge auch unmittelbar zahlt. Haben Großeltern beispielsweise für ihren Enkel eine Autoversicherung abgeschlossen, weil sie einen höheren Schadensfreiheitsrabatt bekommen, können nur die Großeltern die Beiträge absetzen. Eltern bringt diese Regelung den Vorteil, dass sie die Beiträge ihrer Kinder absetzen können - und den Kindern schadet der Verlust zumeist nicht. Denn Azubis nützt der Abzug oft ohnehin nichts, weil sie meist keine Steuern zahlen.