Meldungen

FamilienNews

| Lesedauer: 3 Minuten

Initiative: Wirtschaft legt Leitsätze für Familienfreundlichkeit vor ++ Ernährung: Richtiges Frühstück fördert Konzentration in der Schule ++ Kinderbetreuung: Erzbischof Zollitsch lobt engagierte Großeltern

Wirtschaft legt Leitsätze für Familienfreundlichkeit vor

Die deutsche Wirtschaft und das Bundesfamilienministerium haben angesichts des Fachkräftemangels Leitsätze für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorgelegt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und das Ministerium schlugen vor, das Arbeiten von zu Hause und das mobile Arbeiten von unterwegs aus zu stärken. Produktivität sei mehr, als nur an einem Arbeitsplatz präsent zu sein, heißt es in dem Positionspapier der gemeinsamen Initiative "Erfolgsfaktor Familie". Unternehmen müssten an einer Kultur arbeiten, welche die "Ergebnisse in den Mittelpunkt" von Arbeit stelle und nicht, wie lange ein Beschäftigter an einem Arbeitsplatz präsent sei. Auch solle Führungskräften die Vereinbarkeit von Familie und einer leitenden Stellung ermöglicht werden. Termine und Besprechungen in Unternehmen, bei denen die persönliche Anwesenheit von Mitarbeitern unabdingbar sei, sollten "in der Zeit gesicherter Betreuung" von Kindern stattfinden. Daneben sollten Firmen respektieren, dass Beschäftigte zu bestimmten Zeiten wie etwa an Wochenenden nicht erreichbar seien. "Nachhaltige Leistungsfähigkeit setzt Pausen voraus", heißt es in dem Papier.

Richtiges Frühstück fördert Konzentration in der Schule

Damit Kinder sich über längere Zeit gut konzentrieren können, sollten sie morgens Vollkornbrot oder Müsli frühstücken. Solche kohlenhydratreiche Kost lässt den Blutzucker langsamer und länger anhaltend ansteigen als ballaststoffarme Weißmehlprodukte und Süßigkeiten. Da sie dem Gehirn so konstant Energie liefert, wird das Gedächtnis leistungs- und reaktionsfähiger. Darauf weist Prof. Thomas Danne, Chefarzt am Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult in Hannover, hin. Süßes lasse den Blutzuckerspiegel dagegen ebenso schnell wieder abfallen, wie er angestiegen ist. Die Folge sei mangelnde Leistungsfähigkeit. Grundsätzlich sollten Kinder nicht zur Schule gehen, ohne etwas zu gegessen zu haben. Das Frühstück ist Danne zufolge nämlich auch noch aus einem weiteren Grund wichtig: Kinder, die oft mit leerem Magen aus dem Haus gehen, neigten eher zu Übergewicht.

Erzbischof Zollitsch lobt engagierte Großeltern

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat engagierte Großeltern gelobt. "Die vielen Omas und Opas mit ihrem wertvollen Schatz an Erfahrung sind ein Segen - nicht nur für die Enkelkinder, sondern für den Alltag in vielen Familien, in der Nachbarschaft und die gesamte Gesellschaft", sagte der Freiburger Erzbischof. Mit Blick auf die demografische Entwicklung werde oft vor einem "Krieg der Generationen" gewarnt und der Eindruck erweckt, in Deutschland rolle eine "graue Revolution" mit Rollstühlen und Rollatoren heran. Dabei trügen aktive Großeltern immer häufiger zu einem gelingenden Miteinander aller Generationen bei, sagte Zollitsch. Statistiken zeigten, dass sich nie zuvor so viele Großeltern so intensiv um ihre Enkel kümmern konnten wie heute. Dies hänge nicht nur mit der geringeren Zahl der Enkel, sondern auch mit der längeren Lebenserwartung zusammen.

( AFP,dpa,dpa )