Geldtipp

Geld zu Jugendweihe, Kommunion, Konfirmation?

Geldgeschenke zu Jugendweihe, Kommunion oder Konfirmation? Materielle Geschenke können den Sinn des Festes stärken, wenn die richtige Motivation dahinter stehe, sagen selbst Theologen - nämlich, den Jugendlichen auf seinem Weg ins Erwachsein und zur Selbstständigkeit zu unterstützen.

Vor allem bei größeren Beträgen ist Bargeld in den meisten Fällen dennoch nicht die richtige Wahl. Es gibt jedoch andere Möglichkeiten, über die Jahre ganz hübsche Summen anzusparen. Nicht alle Angebote von Banken und Versicherungen aber versprechen gute Renditen und sind empfehlenswert.

Die Versicherungsbranche bietet bereits für Babys private Rentenversicherungen mit Laufzeiten von mehr als 65 Jahren an. Abzüglich der Provision für den Versicherungsvertreter und Verwaltungskosten bleibt bei dem heutigen niedrigen Zinsniveau nicht viel - zumal niemand weiß, was in 60 Jahren ist. Wer früher kündigt, bekommt in den meisten Fällen nicht einmal, was er eingezahlt hat. Nichts anderes sind Ausbildungsversicherungen, mit denen sich Eltern bis zu 20 Jahre binden.

Wer Geld sparen möchte, sollte einen Sparplan ins Auge fassen - ob mit einer Bank oder persönlich. Die sicherste Form dafür ist das Banksparen. Produkte dazu bietet jede Bank an. Die Ausgestaltung ist allerdings höchst unterschiedlich. Der ADAC etwa bietet seinen Mitgliedern aktuell einen Banksparplan der DAB Bank unter dem Namen "Traum-Sparen" an. Nichtmitglieder müssen 44,50 Euro ADAC-Mitgliedsbeitrag zahlen, können dann für ihre Kinder den Sparplan abschließen und jeden Monat einzahlen. Wie viel Geld der Sparer am Ende der Laufzeit angespart hat, kann er im Voraus kalkulieren, weil die Zinsen fest sind. Der Sparplan hat eine feste Zinstreppe. Das heißt, der Zinssatz steigt mit der Laufzeit. Mindestlaufzeit: vier Jahre. Bis dahin zahlt die DAB zwei Prozent Zinsen. Nach sechs Jahren gibt es 2,2, nach acht Jahren 2,4 und nach zehn Jahren drei Prozent. Höher steigen die Zinsen nicht. Fazit: Das ist bequem - wirft jedoch nicht viel ab.

Trotz niedriger Zinsen gibt es Optionen, die mehr versprechen. Die österreichische VTB Direktbank etwa hat ein Festgeldkonto, das nach einem Jahr drei Prozent abwirft. Nach drei Jahren gibt es 3,8 Prozent. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Sparplan, auf den monatlich eine Mindestsumme fließt. Das heißt, Eltern müssen aktiv Geld einzahlen (oder einen Dauerauftrag einrichten). Auf Tagesgeld gibt es derzeit bis zu 2,78 Prozent effektiven Jahreszins - bei der Direktbank MoneYou, der Onlinemarke der niederländischen ABN Amro. Bis 100.000 Euro pro Sparer sind über die niederländische Einlagensicherung garantiert.

Eine Alternative ist, das Geld direkt in die Bildung der Kinder zu stecken. Und mit Unterricht in ihre Persönlichkeit zu investieren.