Ratgeber

Kann man häufigen Herpesinfektionen vorbeugen?

Mein Tochter (13) leidet sehr häufig unter Fieberbläschen. Kann man da etwas machen? Saskia G., Hermsdorf

Bei der im Volksmund als Fieberbläschen bezeichneten Erkrankung handelt es sich um eine Infektion mit Herpesviren. Zwischen 80 und 90 Prozent der Erwachsenen sind befallen, jedoch treten immer wiederkehrende Ausbrüche nur bei etwa 20 bis 30 Prozent der Betroffenen auf. Häufig infizieren sich bereits Kleinkinder, denn das Virus wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Hat man es einmal, wird man es nie wieder los.

Schübe beginnen meist mit Juckreiz, Kribbelgefühl, Spannung in der Haut, Stechen und Taubheitsgefühl. Wird in dieser Frühphase eine "Herpessalbe" (z.B. mit dem Wirkstoff Aciclovir) aufgetragen, kann die Ausbreitung eingedämmt und eventuell der Ausbruch verhindert werden. Ansonsten entwickelt sich ein Bläschen, welches platzt und zu einer schmerzhaften Wunde führt. Austrocknende Substanzen wie z.B. zinkhaltige Salben kürzen gelegentlich den Krankheitsverlauf ab.

Reinfektionen werden meist durch äußere Faktoren ausgelöst: Fieber, Infektionen, Sonneneinstrahlung, Stress, Ekel oder hormonelle Veränderungen. Allzu häufige Schübe können durch einen gesunden Lebenswandel mit gestärktem Immunsystem verhindert werden. Gerade bei Jugendlichen, die häufig zu Rezidiven neigen, sind gute Ernährung, wenig Stress, starker UV-Schutz, ausreichend Schlaf, Verzicht auf Alkohol und Zigaretten wichtig.

Dr. Beatrix Schmidt ist Chefärztin der Kinderklinik Josephinchen im St. Joseph-Krankenhaus