Unterstützung

Bundesrat: Mehr Hilfe bei künstlicher Befruchtung

Der Bundesrat will eine bessere finanzielle Unterstützung kinderloser Paare bei künstlicher Befruchtung erreichen.

Die Länderkammer verabschiedete einen Gesetzentwurf Mecklenburg-Vorpommerns, Thüringens und des Saarlands, der eine bessere staatliche Hilfe vorsieht. Danach müssten Betroffene künftig nur noch 25 Prozent der Kosten übernehmen.

Nach Vorstellung der Länder sollen die Krankenkassen drei Viertel der Kosten übernehmen. Ein Viertel bekämen sie laut Gesetzentwurf vom Bund zurückerstattet. "Paare, die sich für eine Familie entschieden haben, benötigen und verdienen Unterstützung", heißt es in der Begründung zum Gesetzentwurf. Er wird nun der Bundesregierung zur Stellungnahme zugeleitet. Danach kann der Bundestag entscheiden. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte sich zuletzt ebenfalls für eine höhere Bezuschussung der künstlichen Befruchtung ausgesprochen. Nach ihren Plänen sollen die Kassen weiterhin die Hälfte der Kosten übernehmen und Bund und Länder sich ein weiteres Viertel der Kosten teilen. Nach Schätzungen des Ministeriums würde das Vorhaben Bund und Länder rund 20 Millionen Euro jährlich kosten. Schröder will die Änderung ohne ein neues Gesetz, sondern mit einer Förderrichtlinie erreichen. Noch hat sich die Koalition jedoch nicht geeinigt. Seit 2004 werden die Kosten für eine künstliche Befruchtung nicht mehr vollständig, sondern nur noch zur Hälfte und für die ersten drei Versuche von den Kassen übernommen. Die andere Hälfte und die Kosten für einen vierten, in der Regel letzten Versuch, müssen die Paare selbst zahlen. Ihr Anteil bei vier Behandlungen kann bis zu 10 000 Euro betragen.