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Tipps für Austausch-Eltern

Der gemeinnützige Verein AFS hat eine DVD von Gasteltern für Gasteltern. Man lernt dort in Rollenspielen, wo Fettnäpfe lauern und wie man sie umgeht:

Tischmanieren Gäste, die beim Suppe-Löffeln geräuschvoll schlürfen und hinterher aufstoßen, verdienen keine Standpauke. Was hierzulande als unhöflich gilt, ist in Asien Ausdruck guter Manieren.

Schnäuzen Lautes Niesen oder geräuschvolles Schnäuzen gilt in Fernost als Tabu, man zieht den Rotz hoch. Wer erkältet ist, trägt eine Gesichtsmaske, um andere vor Ansteckung zu schützen.

Geschenke Nicht beleidigt sein, wenn sich der Gast mit seinen Geschenken wortlos in sein Zimmer verdrückt. "In manchen Ländern findet man es peinlich, Geschenke vor anderen zu öffnen", erklärt der Asien-Knigge. "Man möchte nicht gierig erscheinen."

Hilfe im Haushalt Was tun, wenn die eigenen Kinder nach dem Essen beim Abräumen oder Geschirrspülen helfen, doch der Gast rührt keinen Finger? Ein Wink mit dem Zaunpfahl bewirkt hier mehr als ein Vortrag über Rechte und Pflichten. "Asiatische Kinder werden von ihren Eltern sehr verwöhnt. Viele sind es nicht gewöhnt, im Haushalt zu helfen", heißt es auf der DVD.

"Ja" Nicht wundern, wenn der Gast aus Fernost zu allem "Ja" sagt, aber beleidigt reagiert, wenn man ihn beim Wort nimmt und ihn zum Beispiel daran erinnert, den Müll herunterzubringen. In Asien gilt ein direktes "Nein" als unhöflich.

Und tschüss Ein Abschiedsgruß, den man vermeiden sollte. "Tschüss" ist lautgleich mit Chinesisch "Geh und stirb!"