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Studie: Kinder lassen sich von TV-Inszenierungen täuschen

Studie

Kinder lassen sich von TV-Inszenierungen täuschen

Eine neue Studie belegt nach einem Bericht des Magazins "Spiegel", dass Kinder und Jugendliche inszenierte Darstellungen im Fernsehen oft für Realität halten, wenn sie in einem dokumentarischen Stil gezeigt werden. Knapp die Hälfte der Zuschauer zwischen sechs und 18 Jahren glaube, in dem Format "Familien im Brennpunkt" des Kölner Senders RTL würden echte Fälle nachgespielt, berichtet das Nachrichtenmagazin. Das habe die Gesellschaft zur Förderung des internationalen Jugend- und Bildungsfernsehens mit der Befragung von 861 jungen Menschen ermittelt. Fast jeder Dritte in der untersuchten Altersgruppe ist demnach der Ansicht, dass das Kamerateam die tatsächlichen Erlebnisse der gezeigten Familien dokumentiert. Nur 22 Prozent gaben an, sie wüssten, dass die Geschichten bei den "Scripted-Reality"-Formaten erfunden seien.

Abstimmung

Neues Kinderschutzgesetz kann zum Januar in Kraft treten

Das Bundeskinderschutzgesetz kann zum 1. Januar 2012 in Kraft treten. Nach dem Bundestag stimmte nun auch der Bundesrat einem von Bund und Ländern ausgehandelten Kompromiss zu. Das Gesetz soll Kinder in Problemfamilien besser vor Vernachlässigung und Missbrauch schützen, unter anderem durch den Einsatz sozialpädagogisch geschulter Familienhebammen. Diese Familienhebammen sollen bis zu einem Jahr nach der Geburt die Kinder betreuen und die Eltern in Erziehungsfragen beraten. Der Bund übernimmt dauerhaft die Kosten dafür. Dies war lange zwischen Bund und Ländern strittig. Mit dem Gesetz werden zudem die Qualitätsstandards in Kinderheimen verbessert. Lehrer und Ärzte erhalten ein Recht auf Fachberatung, wenn sie Anzeichen für Kindesvernachlässigung sehen.