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Betreuung: Krippen und Tageseltern im Osten beliebter als im Westen

Betreuung

Krippen und Tageseltern im Osten beliebter als im Westen

Die Betreuungsquote für einjährige Kinder liegt in den ostdeutschen Bundesländern mehr als dreimal so hoch wie im Westen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden bei der Stichprobe im März durchschnittlich 60,6 Prozent der Kleinkinder aus ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten in einer Krippe oder von Tageseltern betreut. Im Westen waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 17,9 Prozent der Kinder. Die höchsten Betreuungsquoten hatten drei Kreise in Sachsen-Anhalt: der Salzlandkreis (82,4 Prozent), der Landkreis Wittenberg (80,6 Prozent) und der Landkreis Jerichower Land (80,1 Prozent). In Westdeutschland hatte Heidelberg mit 44, 9 Prozent die höchste Quote. Bei den Zweijährigen lag mit Ausnahme des sächsischen Erzgebirgskreises überall im Osten die Betreuungsquote bei mehr als 70 Prozent. Im Westen dagegen gab es nur vier Kreise mit einer Quote von mehr als 70 Prozent.

In Berlin wurden zur Zeit der Stichprobe 47,6 Prozent der Einjährigen und 76,3 Prozent der Zweijährigen in Krippen oder bei Tageseltern betreut.

"Düsseldorfer Tabelle"

Keine Änderungen beim Unterhalt für Trennungskinder

Beim Unterhalt für Trennungskinder gibt es im nächsten Jahr keine Änderungen. Für das Jahr 2012 werde keine neue "Düsseldorfer Tabelle" herausgegeben, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf am Montag mit. "Weder gesetzliche noch steuerliche Änderungen erfordern eine Anpassung", erklärte das OLG. Daher gelten die für 2011 festgesetzten Unterhaltsbeträge und Selbstbehaltssätze fort. Das OLG regelt in der "Düsseldorfer Tabelle" bundesweit Unterhaltsansprüche für die Millionen Trennungskinder, für Ex-Partner und in finanzielle Nöte geratene Eltern. Zuletzt wurden die Unterhaltszahlungen für Kinder 2010 im Schnitt um 13 Prozent erhöht.