Geldtipp

Soviel Geld gibt's bei Zugverspätungen zurück

Es muss ja nicht gleich die Zugreisestrecke Paris-Berlin-Moskau sein, wenn die ganze Familie zusammen Bahn fährt. 38 Stunden und 30 Minuten soll die neue 3177 Kilometer lange Zugverbindung zwischen den Hauptstädten Frankreichs, Deutschlands und Russlands dauern. Auch die Kosten für ein Ticket sind nicht zu verachten, sie liegen zwischen 337 und 470 Euro.

Doch selbst wer kein Fan solcher außergewöhnlichen Zugreisen ist, kann profitieren, wenn er mit der Bahn fährt. Auch Familien kommen oft günstiger und entspannter ans Ziel, wenn sie auf Gleisen statt auf Asphalt reisen. Ein besonders großes Ärgernis jedoch sind Verspätungen bei der Bahn. Hier gibt's aber Geld zurück, das sollten Reisende wissen. Ab einer Verspätung von einer Stunde haben Bahnreisende laut den Fahrgastrechten der Deutschen Bahn Anspruch auf eine Entschädigung. Dabei gilt eine Staffelung. Kommt der Zug 60 Minuten oder mehr zu spät am Ziel an, erhalten Fahrgäste 25 Prozent des Ticketpreises. Ab 120 Minuten sind es 50 Prozent. Keine Entschädigung zahlt die Bahn jedoch, wenn sie keine Schuld an der Verspätung trägt und diese unvermeidlich war. Das ist etwa der Fall bei Unwettern oder Streiks.

Andere Regeln gelten für alle Reisenden, die mit Sonderkarten unterwegs sind. Wer etwa mit dem Schönes-Wochenende-Ticket oder einem Ländertickets in der zweiten Klasse reist, dem steht pauschal eine Entschädigung von 1,50 Euro zu. Ausgezahlt werden von der Bahn allerdings erst Entschädigungen ab vier Euro. Allerdings haben Karteninhaber die Möglichkeit, mehrere Verspätungen gesammelt einzureichen. Bei Zeitkarten im Fernverkehr erstattet die Bahn fünf Euro, Inhaber einer BahnCard 100 erhalten zehn Euro. Und wer für den eigentlich besonders schnellen Sprinter einen Aufpreis zahlen musste, der erhält ihn ab 30 Minuten Verspätung zurück. Unpünktlichkeiten sollten sich Reisende am besten direkt vom Zugbegleiter oder aber am "Service-Punkt" im Bahnhof bestätigen lassen.