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Gesundheit: Kinderärzte warnen: Keine Nüsse für Kleinkinder

Gesundheit

Kinderärzte warnen: Keine Nüsse für Kleinkinder

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät Eltern, kleinen Kindern unter vier Jahren keine Nüsse und Mandeln zu geben. Nüsse und Mandeln seien für Kinder höchstgefährlich, erklärten die Ärzte am Montag in Köln. Sie gelangten beim Knabbern leicht in die Atemwege und könnten so eine akute Erstickungsgefahr auslösen. Jeder zweite Erstickungsunfall bei Kleinkindern werde nach Zahlen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von Nüssen verursacht. Besonders gefährlich seien Erdnüsse, hieß es. Ihre Schale sei auch von kleinen Kindern sehr leicht zu öffnen, und die kleinen Nüsse mit ihrer glatten Oberfläche gelangten schnell etwa beim Sprechen mit vollem Mund in die Luftröhre und in die tieferen Bereiche der Atemwege. Von dort müssten sie dann operativ entfernt werden, denn andernfalls verursachten sie schwere und oft dauerhafte Schäden.

Urteil

Vertrag mit Pflegedienst kann fristlos gekündigt werden

Der Vertrag mit einem Pflegedienst kann jederzeit gekündigt werden, wenn der Pflegebedürftige sein Vertrauen in den Anbieter verloren hat. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (AZ III ZR 203/10). Dabei müssen Betroffene keine Fristen einhalten. Der Umgang mit pflegebedürftigen Menschen erfordert nicht nur Fachwissen, sondern greift auch in den persönlichen Lebensbereich ein. Laut BGH ist er daher als Dienst höherer Art anzusehen, der einem Pflegedienst aufgrund eines besonderen Vertrauens übertragen wird. Für höhere Dienste besteht ein fristloses Kündigungsrecht. Pflegebedürftige können also selbst dann fristlos kündigen, wenn ihr Vertrag eine Kündigungsfrist vorsieht. Diese Klausel benachteilige den Pflegebedürftigen und sei deshalb unwirksam, argumentierten die Richter. Daraus folge auch, dass der Pflegedienst für den Zeitraum nach der fristlosen Kündigung nichts mehr in Rechnung stellen darf.

Partnerschaft

Depressionen sind oft Auslöser für Sexualstörungen

Menschen mit Depressionen leiden häufig unter Problemen im Sexualleben. Sie ziehen sich emotional zurück und sind antriebslos und gefühlslos. Auch der Hormonstoffwechsel kann negativ beeinflusst werden. Betroffene sollten sich zunächst gründlich körperlich untersuchen lassen, rät Michael Berner von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin. Können organische Ursachen ausgeschlossen werden, empfiehlt er eine Sexualtherapie. Das gelte insbesondere, wenn die Probleme nicht nach einigen Wochen besser werden würden. Die Kosten für die Therapie übernimmt die Krankenkasse. Sexualstörungen machen sich zum Beispiel durch eine eingeschränkte Potenz bemerkbar. Das unbefriedigende Sexualleben führe oft zu Problemen in der Partnerschaft, das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität leiden und der emotionale Rückzug verstärke sich, erläutert Berner. Auch bei Menschen, die mit Antidepressiva behandelt werden, können sexuelle Störungen auftreten.