Kinder

Kreativ sein mit Schneebesen, Löffel und Kochtopf

Welches Küchenspielzeug für welches Alter?

Sobald Säuglinge alt genug sind, um zugreifen zu können, sind alle Gegenstände - am besten in verschiedenen Formen und Materialien - spannend. Kinder betasten und befühlen sie gerne, vor allem mit Lippen und Zunge, weil die im Säuglingsalter noch sehr viel sensibler sind als die Finger. Zum Beispiel toll: Kleine Figuren in einem Eiswürfen einfrieren und dann die Kinder werkeln lassen...Die Gegenstände sollten nicht zu klein sein, sonst könnten sie womöglich verschluckt werden. Größere Kinder spielen in der Küche gern "Erwachsene". Sie möchten also das tun, was die Eltern machen. Es spricht nichts dagegen, die Kinder eine Kartoffel oder eine Möhre schälen zu lassen.

Gegenstände aus der Küche umfunktionieren

In der Küche kommen zum Beispiel runde und leichte Plastikbecher und Schalen in Frage, die keine Ecken haben, und von denen sich keine Kleinteile ablösen können. Da Haushaltsteile lebensmittelecht sind, ist das Risiko der chemischen Belastung niedriger als bei vielen Spielsachen. Das ist gut, wenn das Kind noch klein ist und alles in den Mund nimmt.

Mit einem Jahr ist die Handmotorik normalerweise gut ausgereift. Jetzt sind Koch- und Schaumlöffel an der Reihe und Töpfe zum Draufhauen ("Musik machen"). Saftpressen aus mehreren Teilen bieten sich als 3-D-Puzzle an. Dosen- und Bechersets, die ineinander stapelbar sind, schließen sich an.

Tipps für Spiele in der Küche

Für Kinder ab drei Jahren eine große Backschüssel zur Hälfte mit grobem Mehl füllen. Darin Gegenstande wie Eierlöffel oder Walnüsse verstecken. Das blinde Suchen und Tasten befriedigt die kindliche Neugier und fördert die Wahrnehmung. Danach: durchsieben und weiter backen. So wird kein Lebensmittel verschwendet.

Verschließbare Joghurtbecher mit verschieden klingenden Lebensmitteln wie Nudeln, Reis, Mehl, Erbsen, Nüssen und Bohnen je zur Hälfte füllen. Deckel drauf und fertig ist das Klang-Memory.

Die Küchen-Combo setzt auf Rhythmusinstrumente. Töpfe und Holzlöffel geben den Takt vor. Rasseln aus leeren PET-Flaschen mit körniger Füllung (Mais oder Reis) schwingen mit.

Ausrangierte Eierkartons keinesfalls wegwerfen. Sie eignen sich für allerlei tolle Sachen. Kleine Kinder können in den Vertiefungen verschiedene Lebensmittel sortieren (Bohnen, Linden, Mais etc.). Größere aus der Pappe mit Hilfe eines Zahnstochers, vier Papierrädern und ein bisschen Farbe fantasievolle Autos kreieren.

Aus Schleifen- oder Motivnudeln (Muscheln, Elche, Schmetterlinge) lassen sich für Kinder im Vorschulalter Schmuckstücke basteln. Die Nudeln werden angemalt und nach dem Trocknen auf ein Gummiband aus dem Nähkorb auffädeln. Fertig ist das Rassel-Armband.

Wer ausgewaschene Konservendosen straff mit Haushaltfolie bespannt und mit Klebeband fixiert, gewinnt wunderbar quietschende Instrumente.

Die Papprollen vom Haushalts- und Toilettenpapier ergeben ineinander gesteckt und in Etagen auf ein Brett geklebt zum Beispiel eine prima Murmelbahn (für Kinder ab vier Jahren).

Mit einer Gugelhupf-Kuchenform und einem Apfel oder einer Nuss kann man sich ebenfalls eine Art Murmelbahn basteln.

Für kleine Forscher: Marmeladengläser ausspülen und mit Wasser füllen. Dann mit allerlei Flüssigkeiten experimentieren. Ein bisschen Lebensmittelfarbe dazu, kräftig schütteln, dann eine andere Farbe, wieder schütteln, jetzt noch ein bisschen Öl ins Wasser geben und wieder schütteln.