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Leben in der Grauzone

Duldung Rund 100 000 Menschen leben zurzeit in Deutschland mit einer Duldung. Etwa 60 000 von ihnen leben schon seit Jahren mit diesem ungesicherten Aufenthaltsstatus, die Verlängerung erfolgt manchmal von einem Monat zum nächsten. Zum Teil können sie nicht abgeschoben werden, weil sie keinen Pass besitzen. Menschen mit dem Status der Duldung haben keine Arbeitserlaubnis und bekommen kein Arbeitslosengeld II. Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wird der notwendige Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung und Kleidung des Haushalts vorwiegend durch Sachleistungen gedeckt.

Protest Auch im Fall von Ali wurde die Duldung jeden Monat verlängert. Bis zum Februar 2010, da sollte Ali endgültig ausgewiesen werden. Als seine Klasse, die damalige 9 G des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums, das mitbekommt, setzt sie sich für den Mitschüler ein. Zusammen mit Lehrern und Eltern demonstrieren sie in T-Shirts mit der Aufschrift "Ali soll bleiben", schreiben einen Brief an den Innensenator und wenden sich an die Medien. Mit Erfolg: Die Duldung wird verlängert. Als Dank für ihren engagierten Einsatz überreicht Ali seinen Mitschülern den goldenen Tabaluga.

( BM )