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Süßes oder Saures

Das Fest Halloween stammt ursprünglich aus Schottland und Irland und ist über irische Einwanderer vor allem in den USA populär geworden. Es bezeichnet die Bräuche am Vorabend des christlichen Festes Allerheiligen (All Hallows' Eve). An diesem begegnen sich der Volkssage nach die Lebenden und die Toten. Seit den 90er-Jahren breiten sich Halloween-Bräuche auch verstärkt in Kontinentaleuropa aus.

Die Bräuche Zu Halloween gehört, beleuchtete Kürbisfratzen aufzustellen und sich gruselig zu verkleiden - als Hexe, Vampir, Gespenst, Zauberer oder Skelett. Kinder ziehen von Haus zu Haus und betteln unter der Androhung "Süßes oder Saures!" um Süßigkeiten. An vielen Orten werden zudem Halloween-Partys gefeiert. In den vergangenen Jahren hat allerdings auch der Vandalismus in der "Geisternacht" zugenommen. Insbesondere bei den Kirchen steht das Fest in der Kritik.

Psychologie An Halloween könnten Kinder Angst erleben, selbst verbreiten und überwinden, sagt die Kinderpsychologin Karen Krause aus Bochum. Diese Erfahrung mache Kinder selbstbewusster. Besonders für ängstliche Kinder sei das Fest eine Chance, sich ihrer Angst spielerisch zu stellen.

Wirtschaftsfaktor Dass Halloween in Mode ist, sorgt bei Kostümhändlern für ein willkommenes Zusatzgeschäft. 2010 wurden deutschlandweit zu Halloween mehr als 350 000 Erwachsenenkostüme, 290 000 Kinderkostüme und drei Millionen gruselige Accessoires verkauft, schätzt die Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie.