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Medizin: Sprach- und Hörstörungen bei Kindern nehmen zu

Medizin

Sprach- und Hörstörungen bei Kindern nehmen zu

Immer öfter stellen Ärzte Sprach- und Hörprobleme bei Kindern fest. Als eine der Ursachen sieht Dr. Rainer Schönweiler, Leiter der Phoniatrie und Pädaudiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, die zu zögerliche Behandlung der Kleinen bei Mittelohrentzündungen und Paukenergüssen. "Oft wenden Eltern abschwellende Nasentropfen nicht richtig an", erklärt er in "Baby und Familie". "Sie geben die Mittel zu selten oder in der falschen Dosis." Auch vor der notwendigen Operation eines Paukenergusses schreckten Eltern oft zurück. Kinder, die nicht gut hören, können aber auch ihre Sprache nicht altersentsprechend entwickeln. Die Sprache entwickle sich vor dem dritten Lebensjahr sehr unterschiedlich. "Erst mit drei Jahren lässt sich eine Sprachentwicklungstörung diagnostizieren." Es gebe auch soziale Ursachen, "etwa, wenn zu wenig mit einem Kind gesprochen oder ihm kaum vorgelesen wird".

Partnerschaft

Neue Interessen sorgen wieder für Gesprächsstoff

Wer Schweigen gegenüber seinem Partner unangenehm findet, kann versuchen, neue Elemente in die Beziehung einzubringen: "Das kann ein neues Projekt wie etwa ein Haus bauen oder sich in einer Organisation engagieren sein. Über ein gemeinsames Drittes fächert sich die Kommunikation wieder auf", sagt die Psychologin Felicitas Heyne. Beide Partner könnten sich auch wieder mehr auf sich besinnen und eigenen Interessen nachgehen. Wenn jeder etwas ohne den anderen erlebe, sorge das für neuen Gesprächsstoff. Das Gefühl, den anderen in- und auswendig zu kennen, sei aber oft auch nur ein Trugschluss, sagt Felicitas Heyne: "Irgendwann hört man auf, dem Partner grundsätzliche Fragen zu stellen. Veränderungen werden deshalb gar nicht mehr wahrgenommen."

Vorsorge

Jugendliche gehen regelmäßig zum Zahnarzt

Vier von fünf Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 17 Jahren waren im vergangenen Jahr mindestens einmal zur Vorsorge beim Zahnarzt. Daten der Techniker Krankenkasse (TK) zeigen: Fast jedes zweite Kind nahm sogar zweimal im Jahr die kostenlose Früherkennung in Anspruch. "Diese Zahlen sind sehr erfreulich", sagt Tobias Pahl, Experte für zahnärztliche Behandlung bei der TK. "Bei der regelmäßigen Vorsorge können die Zahnärzte Karies rechtzeitig erkennen und behandeln. Außerdem lernen die Kinder auf diesem Weg frühzeitig, auf die Gesundheit ihrer Zähne zu achten." Kinder und Jugendliche haben zweimal im Jahr Anspruch auf die kostenlose Zahnprophylaxe. Ab zwölf Jahren vermerken die Zahnärzte die Untersuchung auch im sogenannten Bonusheft. Wird später dann doch einmal eine Krone oder Brücke fällig, sorgt das Bonusheft für einen höheren Zuschuss der Krankenkasse.