Geburtenstatistik

In Berlin gibt es weniger Babys mit ausländischen Eltern

Die Zahl Berliner Babys mit ausländischen Eltern ist nach Angaben des Senats in den vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen. Waren es im Jahr 2006 noch 2086 Neugeborene, sank die Zahl auf 634 im vergangenen Jahr.

Das geht aus einer Antwort von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) auf eine Parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der insgesamt in der Hauptstadt geborenen Kinder kontinuierlich: Von 29 627 im Jahr 2006 auf 33 393 in 2010.

Der Anteil von in Berlin geborenen Kindern ausländischer Eltern schrumpfte von 2006 bis 2010 von 7,0 auf 1,9 Prozent. In der seit August 2007 gültigen Fassung des Staatsangehörigkeitsgesetzes bekommen diese in Deutschland geborenen Kinder von Zuwanderern automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ihre Eltern entweder seit acht Jahren rechtmäßig in Deutschland leben oder ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzen.

Nach der Geburtenstatistik liegt in allen fünf Jahren der Bezirk Pankow bei der Zahl aller lebend geborenen Kinder in Berlin deutlich vorn. Dazu gehört der Stadtteil Prenzlauer Berg, der in Berlin als der kinderreichste gilt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. In Pankow ist jedoch die Zahl der Berliner Babys mit ausländischen Eltern sehr klein. Deren Zahl ist regelmäßig besonders hoch im Bezirk Neukölln, in dem sehr viele Zuwanderer leben, gefolgt von Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg.