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Umfrage: Sieben von zehn Grundschülern sind täglich am Computer

Umfrage

Sieben von zehn Grundschülern sind täglich am Computer

Jedes fünfte Grundschulkind surft und chattet eine Stunde am Tag. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) sitzen sieben von zehn Mädchen und Jungen täglich am Rechner. Für die Untersuchung wurden bundesweit 1000 Eltern befragt, in deren Haushalt ein Kind zwischen sechs und 18 Jahren lebt, wie die Krankenkasse am Mittwoch in Kiel mitteilte. Für Schulkinder können Computer laut TK ideal als Lernhilfen und Informationsquellen eingesetzt werden. Inhalte und zeitliches Ausmaß der PC-Nutzung müssten jedoch stimmen. "Eine halbe Stunde Computer-Spaß für junge Kinder reicht. Dann sollten sich die Kleinen wieder anderen Freizeitbeschäftigungen widmen", rät TK-Präventionsexperte Michael Schulz.

Forschung

Brei-Matscherei ist der "Ursprung des Malens"

Wenn Kinder mit den Händen im Brei matschen und ihn über den Tisch schmieren, sollte man sie nach Ansicht von Kunstpädagogen nicht dabei stören. "Im Verschmieren von zähflüssigem Material, wie etwa Brei oder Spucke, liegen die Ursprünge des Malens und Zeichnens", schreibt Georg Peez, Professor für Kunstgeschichte, im Magazin "Forschung Frankfurt". Peez hat mit zwei Kolleginnen seit 2007 die "Schmieraktivitäten" von unter Einjährigen dokumentiert und analysiert. "Auffällig sind die Wiederholungen und Rhythmisierungen ein und der selben Bewegung." Die vertikale Bewegung - Schlagen in den Brei - wird später zum Punkte-Malen, die horizontale Bewegung - das Verschmieren - mündet in ein Bögen-Malen auf Papier. Dass das Kind irgendwann Brei und Tisch durch Stift und Papier ersetzt, liege allein daran, "weil es kulturell akzeptierter ist".