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Statistik: Zahl der Adoptionen in Berlin 2010 deutlich gesunken

Statistik

Zahl der Adoptionen in Berlin 2010 deutlich gesunken

Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist nach einem jahrelangen Rückgang 2010 erstmals leicht gestiegen - um 3,4 Prozent auf 4021 Adoptionen. 168 Kinder wurden durch Verwandte angenommen, 1669 Kinder durch nicht verwandte Personen. Von den adoptierten Kindern waren 32 Prozent unter drei Jahre alt. Für eine Adoption vorgemerkt waren 944 Kinder und Jugendliche, gut 15 Prozent mehr als 2009. Rechnerisch standen einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen sieben mögliche Adoptiveltern gegenüber. Die Zahl der Adoptionen in Berlin hingegen ist deutlich gesunken. 76 Kinder wurden adoptiert, 38 weniger als 2009. In Brandenburg wurden im zurückliegenden Jahr 102 Adoptionen verzeichnet, was der Zahl des Vorjahres entspricht.

Urteil

Karlsruhe billigt neuen Unterhalt

Die Benachteiligung von unterhaltspflichtigen Geschiedenen mit Kindern bei der Neuregelung des Unterhaltsrechts verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Die Berechnungsmethode war mit der Reform des Unterhaltsrechts 2008 geändert worden. Dies kann dazu führen, dass ein Elternteil, der auch seinem geschiedenen Partner Unterhalt zahlen muss, weniger Geld für sich selbst behält (Az. 1 BvR 932/10). Nach dem neuen Unterhaltsrecht gilt das Kindergeld als eigenes Einkommen des Kindes. Nach der alten Regelung blieb dem unterhaltspflichtigen Partner sein Anteil des Kindergelds für eigene Zwecke. Nun führt eine geänderte Methode bei der Anrechnung des Kindergelds in der Regel dazu, dass der Unterhaltspflichtige mehr Geld an seinen Ex-Partner zahlen muss, wenn dieser auch die Kinder betreut.

Forschung

Einmalig erhöhte Leberwerte bei Alten kein Gesundheitsrisiko

Einmalig erhöhte Leberwerte sind für über 75-Jährige keine Gefahr. Liegen sie jedoch mehr als zwei Mal über der Norm, erhöht sich das Sterberisiko um 54 Prozent. Das berichten Forscher der britischen Universität von Nottingham im Fachmagazin "Alimentary Pharmacology und Therpeutics". Die Daten aus sieben Jahren von 13 276 Hausarztpatienten im Alter über 75 Jahren wurden analysiert. Bei 2175 Patienten (16 Prozent) fanden sich einmalig erhöhte Leberwerte, bei 1,5 Prozent waren sie zwei Mal erhöht und bei weniger als 0,1 Prozent drei Mal.

Partnerschaft

65 Berliner Kinder haben homosexuelle Pflegeeltern

Etwa 65 Berliner Kinder leben bei gleichgeschlechtlichen Pflegeeltern. Das teilte Familienstaatssekretärin Claudia Zinke (SPD) mit. Nach Angaben aus den Bezirken gebe es etwa 50 Familien, in denen sich ein schwules oder ein lesbisches Paar um Pflegekinder kümmere. Der Anteil sei noch gering, die Erfahrungen der Jugendämter jedoch "außerordentlich positiv", antwortete Zinke auf eine Anfrage der CDU im Abgeordnetenhaus.

Studie

Babys geimpfter Mütter erkranken seltener an Grippe

Insgesamt wüchsen nach einer Schätzung der Sozialverwaltung ein bis zwei Prozent der Berliner Kinder bei gleichgeschlechtlich orientierten Eltern auf. In Berlin gibt es demnach gut 9000 der bundesweit insgesamt 23 000 sogenannten Homo-Ehen. Wenn Schwangere sich gegen Grippe impfen lassen, profitiert auch das ungeborene Baby davon. Das berichtet die Zeitschrift "Baby und Familie". Laut dem Ergebnis einer US-Studie mussten Babys demnach von geimpften Müttern halb so oft wegen einer Grippe in die Klinik eingewiesen werden wie Babys nicht geimpfter Frauen. Die Ständige Impfkommission rät allen Schwangeren nach der zwölften Woche zur Grippe-Impfung, gerade vor der kalten Jahreszeit.

Gesundheit

Schon die ersten Milchzähne mit der Bürste reinigen

Schon beim Durchbruch der ersten Milchzähne sollten Eltern eine weiche Kinderzahnbürste einsetzen. Gründliche und regelmäßige Zahnpflege von Anfang an helfe, Karies zu vermeiden, erläutert die Initiative proDente in Köln. Bis das Kind sein zweites Lebensjahr vollendet hat, sollten Eltern dessen Zähne einmal am Tag mit einem Hauch von fluoridierter Kinderzahnpasta bürsten. Ist es sechs Jahre alt, darf es laut proDente Erwachsenenzahncreme mit einem höheren Fluoridgehalt nehmen.