Umfrage

Ältere Nachbarn sind sehr viel hilfsbereiter als jüngere

Ob Pakete oder Hausschlüssel - zwischenmenschliches Engagement unter Nachbarn ist für 97 Prozent der Deutschen eine Selbstverständlichkeit. Lediglich drei Prozent halten nichts von Nachbarschaftshilfe.

Frauen zeigen sich in der Nachbarschaftshilfe allerdings engagierter als Männer. Dies ergibt eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Immobilienunternehmens Deutsche Annington. Auffällig ist allerdings, dass ältere Menschen deutlich mehr Hilfsbereitschaft zeigen als jüngere. Der Zweitschlüssel ist beispielsweise bei älteren Nachbarn sicherer aufbewahrt. Nur 38 Prozent der Nachbarn unter 30 Jahren deponieren den fremden Schlüssel bei sich, während 61 Prozent der über 60-Jährigen sich als Alternative für den Schlüsseldienst zu eignen scheinen. Die jüngste Altersgruppe hält sich auch beim Hüten der fremden Wohnung am stärksten zurück, wenn der Nachbar zum Beispiel im Urlaub ist. 67 Prozent der unter 30-Jährigen wollen diese Aufgabe nicht übernehmen. Im Gegensatz dazu übernehmen 78 Prozent der Befragten über 60 Jahren diese Aufgabe freiwillig. Insgesamt sind 69 Prozent aller Befragten bereit, in der Urlaubszeit den Briefkasten des Nachbarn zu leeren oder auf die Wohnung zu achten. Wie ein bundesweiter Vergleich zeigt, sind die Sachsen dabei am ehesten bereit, dem Nachbarn ihre Hilfe anzubieten.

Doch unabhängig von Geschlecht, Alter und Region: Das Putzen gehört zu den unbeliebtesten Tätigkeiten unter Nachbarn. Nur 16 Prozent der Befragten geben an, für die Nachbarn diese Aufgabe gelegentlich zu übernehmen.

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