Arzneimittelpreise

Apotheker warnen vor Medikamenten als Urlaubs-Souvenirs

Die Arzneimittelpreise in Deutschland sind im Vergleich zu vielen andern Ländern exorbitant hoch.

Da ist es nur verlockend, sich im Urlaub im Ausland mit wesentlich günstigeren Präparaten einzudecken. Doch was von fliegenden Händlern oder an Marktständen unter südlicher Sonne etwa unter dem Namen eines bekannten Kopfschmerzmittels zum Schnäppchenpreis angeboten wird, ist nicht immer das, was es zu sein scheint.

Die Landesapothekerkammer Brandenburg rät zur Vorsicht bei solchen medizinischen Reisesouvenirs. Es könnte sich auch um Fälschungen handeln, sagt Monika Harms, Sprecherin der Landesapothekerkammer: "Es ist für den Verbraucher fast nicht erkennbar, ob es sich um ein Plagiat handelt und welche Inhaltstoffe in den Pillen, Pulvern oder Pasten wirklich enthalten sind." Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO seien etwa acht bis zehn Prozent der Medikamente gefälscht. Im harmlosen Fall sei das Präparat ohne Wirkstoff, möglich seien aber auch gravierende Fehldosierungen oder Beimengungen nicht deklarierter Substanzen. Das kann dann gefährlich werden. Besonders Menschen, die dauerhaft Medikamente brauchen, sollten sich ihre Reiseapotheke besser zu Hause zusammenstellen, so Harms weiter. Flugreisende sollten dabei nicht vergessen, dass Flüssigkeiten, Salben, Gele und Sprays nur in begrenzter Menge mit an Bord dürfen. Wichtige Medikamente sollten im Handgepäck transportiert werden.