Alter

Familienbeirat zu Pflege: Menschlichkeit der Arbeit betonen

Der Berliner Beirat für Familienfragen tagt regelmäßig in den verschiedenen Bezirken zu unterschiedlichen Themen. In einem Fachdialog unter dem Motto "Pflege den Pflegenden" wurde nun über Anspruch und Qualität in der Pflege sowie die Zukunft von Pflegeeinrichtungen diskutiert.

In einer Podiumsrunde berichteten Pflegefachkräfte zunächst über ihren Alltag: dringlichste Probleme seien der Zeitmangel bei der Arbeit am Patienten, die nicht verlässliche Dienstplanung sowie fehlende Wertschätzung der Arbeitsleistung.

Nach Zahlen des Familienbeirats arbeiteten im vergangenen Jahr rund 30 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Berliner Alten- und Pflegeheimen, überwiegend Fachkräfte und zu 75 Prozent weiblich. Beinahe jede dritte Pflegekraft ist demnach bereits jetzt über 50 Jahre alt, der Nachwuchs jedoch rar. Was getan werden kann, um den Beruf attraktiver zu gestalten, darüber gibt auch der vom Familienbeirat auf der Veranstaltung erstmals präsentierte Folder "Beruf und Privatleben - geht das auch in Pflegeeinrichtungen zusammen?" Auskunft. "Eine gelebte Kultur der Wertschätzung, an der alle Beteiligten mitwirken, sollte Menschlichkeit in den Mittelpunkt der Arbeit stellen und durch gute Kommunikation, konstruktive Zusammenarbeit sowie ein positives Betriebsklima gekennzeichnet sein", heißt es darin. Beschäftigten sollten Handlungsspielräume ermöglicht werden, Vertrauen und geäußerte Anerkennung der Leitungsebene seien wichtig, um Stolz für die eigene Arbeit empfinden zu können. Infos zum Familienbeirat auch unter www.familienbeirat-berlin.de .