Ernährung

Senioren brauchen besonders intensiv gewürztes Essen

Ein saftiges Steak, ein kräftiger Eintopf, eine verlockende Nachspeise: Solche kulinarischen Genüsse können auch für Senioren ihre Reize behalten.

Selbst wenn Geruchs- und Geschmacksempfinden mit zunehmendem Alter nachlassen, muss niemand auf gutes, abwechslungsreiches Essen verzichten, wie Ärzte und Ernährungswissenschaftler betonen. "Allerdings kann es erforderlich sein, die Speisen intensiver zu würzen als früher - mit reichlich Kräutern und anderen Gewürzen", empfiehlt Dorothee Volkert vom Institut für Biomedizin des Alterns an der Universität Erlangen-Nürnberg. "Wenn alles nur lasch schmeckt, verliert man die Lust am Essen. Die Folgen können dann eines Tages Mangel- und Unterernährung sein. Darauf müssen Angehörige unbedingt achten."

Die Einschränkungen bei den Sinneswahrnehmungen erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) so: "Die Anzahl der Geschmackszellen nimmt mit zunehmendem Alter ab. Während ein erwachsener Mensch über 4000 bis 6000 Geschmackszellen verfügt, haben Senioren lediglich 2000 bis 3000 Geschmackszellen." Auch Krankheiten - vor allem Demenz - und Medikamente können Ursachen für ein gestörtes oder vermindertes Geruchs- und Geschmacksempfinden sein. Hier ist es sinnvoll, mit dem behandelnden Arzt über das Thema zu sprechen und zu prüfen, ob das eine oder andere Medikament abgesetzt werden kann.