Schüler tun Gutes

Naturschutz

Dass es keine aufwendigen Strukturen braucht, um Gutes zu tun, beweist eine Initiative der Klasse 8 d des Beethoven-Gymnasiums in Steglitz-Zehlendorf. Die 33 Schülerinnen und Schüler pflanzten im April im Düppeler Forst 900 Bäumchen - um etwas für den Klimaschutz zu tun.

Alexander Fritz (14) war es, der die Aktion ins Rollen brachte. "Ich mag die Natur und bin gern im Wald", sagt er. "Nur leider werden durch Abholzung und Waldbrände immer mehr Bäume vernichtet. Dabei sind die doch sehr wichtig für das Klima auf der Erde. Jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre, bis er ausgewachsen ist, drei Tonnen schädliches CO2." Als seine Mutter ihm von der Initiative "Plant for the Planet" erzählte, von der sie im Fernsehen erfahren hatte, war er elektrisiert und wollte selbst mit dabei sein.

"Plant for the Planet" geht aus einer Schülerinitiative hervor. 2007 von dem damals neunjährigen Felix Finkbeiner ins Leben gerufen, hat sich daraus eine internationale Bewegung entwickelt. Inzwischen engagieren sich Kinder in 72 Ländern. Ihr Ziel: in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Dafür schließen sie sich in Pflanzgruppen zusammen, feiern Pflanzpartys oder klären als Botschafter andere Kinder über die Klimakrise auf.

Alexander holte sich an seiner Schule die Erlaubnis, eine Pflanzgruppe zu gründen und für die Bäumchen zu sammeln. Besonders schwierig sei es gewesen, die Klassenkameraden für die Aktion zu gewinnen: "Die sind ein bisschen faul und hatten keine Lust auf Extraarbeit", schmunzelt er. Doch schließlich machten alle mit. Über einen Kuchenverkauf in der Cafeteria, Schülerspenden und zwei Firmenspenden kamen binnen zwei Monaten 630 Euro zusammen. Davon konnten 900 Setzlinge gekauft werden: 500 Eichen, 400 Linden - und dazu noch fünf Apfelbäume. Alexanders Mutter hatte in der Zwischenzeit Berliner Förster angemailt, um einen Pflanzplatz zu finden. Am 7. April schließlich schritten die Schüler zur Tat. "Sie mussten abstecken, ausheben, pflanzen: Das war richtig harte körperliche Arbeit", erzählt Klassenlehrerin Anke Fellmann. "Ich war begeistert, wie engagiert die Schüler dabei waren. Sie haben den Tag sehr genossen."

Doch haben die Schüler noch viel mehr aus der Aktion mitgenommen als eine schöne Erinnerung. "Sie haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen und in Gemeinschaft etwas umzusetzen", sagt Anke Fellmann stolz. Sie kann sich vorstellen, dass andere Klassen der 8 d nacheifern werden. "Das Bedürfnis, ein Zeichen zu setzen, ist bei den Kindern da. Und das Ergebnis ist bei so einer Pflanzaktion im wahrsten Sinn des Wortes greifbar."

Infos: www.plant-for-the-planet.org