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Erziehung: Viele Kinder gucken nach 23 Uhr noch fern

Erziehung

Viele Kinder gucken nach 23 Uhr noch fern

Der Schlaf vor zwölf ist am wichtigsten - diese alte Erkenntnis teilen offensichtlich nicht alle Eltern. Denn 230 000 Kinder zwischen drei und 13 Jahren sitzen zwischen 23 Uhr und Mitternacht regelmäßig vor den Bildschirmen. Diese Zahl veröffentlichte die Baden-Badener Marktforschungsfirma Media Control. Der beliebteste Spät-Fernsehabend ist der Sonnabend: Dann sitzen im Durchschnitt 530 000 jüngere Zuschauer vor den Fernsehern. Freitags um diese späte Stunde sind es immerhin 360 000. Die restlichen Wochentage liegen deutlich unter dem Wochendurchschnitt von 230 000. Für die Studie wurden die Einschaltquoten vom 1. Januar bis zum 29. Mai dieses Jahres ausgewertet, die von der GfK-Fernsehforschung ermittelt wurden. In der Beliebtheitsskala oben steht die RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar". Dem Finale am 7. Mai wohnten 410 000 Kinder zwischen drei und 13 bei, was in dieser Altersklasse einem Marktanteil von 72,6 Prozent entsprach. Beim Halbfinale eine Woche zuvor waren es 280 000 Kinder (66,2 Prozent).

Internet

Besserer Schutz für jugendliche Nutzer nötig

Die länderübergreifende Stelle für Jugendschutz im Internet, jugendschutz.net, hat einen besseren Schutz von jungen Internetnutzern angemahnt. Kinder und Jugendliche seien etwa durch Mobbingplattformen, Belästigungen in Zufallschats sowie Hasskommentare in Sozialen Netzwerken vermehrt bedroht, heißt es im aktuellen Jahresbericht 2010, der am Dienstag vorgelegt wurde. Die Zunahme von jugendgefährdenden Angeboten zeige, dass sich das Internet nicht immer selbst reguliere. Jugendschutz.net kontrollierte im vergangenen Jahr mehr als 39 000 Internetangebote. Insgesamt 2600 wiesen neue Verstöße auf, eine Zunahme war vor allem bei ausländischen Seiten festzustellen.

Gesundheit

Müttergenesungswerk: Zahl der Ablehnung von Kuren steigt

Die Zahl der abgelehnten Anträge für Mutter-Kind-Kuren ist laut Müttergenesungswerk (MGW) weiter gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr hätten die Krankenkassen 2010 rund ein Drittel der Anträge und damit drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum abgelehnt. 100 000 Mütter stellten laut MGW im vergangenen Jahr einen Antrag auf eine Mutter-Kind-Kur, davon 68 000 über das Müttergenesungswerk. Insgesamt hätten 39 000 Mütter mit 56 000 Kindern Einrichtungen des MGW genutzt. Bettina Wulff, die Frau von Bundespräsident Christian Wulff, kritisierte als Schirmherrin des Müttergenesungswerks die zunehmende Ablehnung. "Es gibt einen Konflikt zwischen dem Bedarf an Kuren und dem, was Krankenkasse bereit sind zu zahlen", sagte Wulff. Die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks, Anne Schilling, forderte die Politik zu einer besseren Kontrolle der Krankenkassen auf, um allen Müttern bei Bedarf den Zugang zu Genesungskuren zu ermöglichen. "Viele Frauen beantragen Kuren erst dann, wenn sie gar nicht mehr weiterwissen und Hilfe unbedingt notwendig ist", sagte Schilling.