Geldtipp

Kosten für die Schwangerschaft von der Steuer absetzen

Wer Kinder hat, zahlt weniger Steuern, das ist bekannt. Kindergeld und Freibeträge sind nichts anderes als Nachlässe des Finanzamts. Wenige Eltern wissen, dass auch schon die Kosten während der Schwangerschaft von der Steuer abgesetzt werden können.

Denn der Fiskus behandelt die Schwangerschaft wie eine Krankheit - und erlaubt, die Ausgaben dafür als außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen.

Zu diesen Kosten gehört so manches: die Gebühren für den Geburtsvorbereitungskurs, für die Fahrt mit dem Taxi ins Krankenhaus oder für Medikamente und Untersuchungen, die nicht von der Kasse übernommen werden. Belege sammeln kann sich deshalb lohnen.

Doch Vorsicht: Es sind nur Kosten absetzbar, die eine bestimmte Summe überschreiten. Diese Grenze der zumutbaren Belastung hängt vom Einkommen, der Kinderzahl und dem Familienstand ab. Sie kann bis zu sieben Prozent der Einkünfte betragen. Schon wer zum Beispiel 30 000 Euro Einkünfte hat und eine zumutbare Belastung von zwei Prozent, kann nur Kosten absetzen, die 600 Euro überschreiten. Es will also gut überlegt und berechnet sein, ob man die Mühe des Belege-Sammelns auf sich nimmt.