Stiftung

Björn Schulz starb 1982 an Leukämie - er wurde sieben Jahre alt

Die Björn-Schulz-Stiftung feiert am Mittwoch ihren 15. Geburtstag. Zu den 250 geladenen Gästen des Festaktes im Opernpalais zählen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Zum Jubiläum erscheint eine von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) produzierte CD aus der Reihe "Klassik für Kinder". Thierse engagiert sich bereits seit zehn Jahren für die Stiftung, die von den Eheleuten Barbara und Jürgen Schulz gegründet und nach deren Sohn benannt wurde.

Björn Schulz starb am 3. November 1982 an Leukämie. Er war vier Jahre lang krank gewesen, und wurde siebendreiviertel Jahre alt, so genau sagt es sein Vater. Und so alt wird er für seine Eltern immer bleiben: "Heute wäre unser Sohn fast 30. Wir denken oft an ihn. Aber wir stellen uns nie vor, wie er als Erwachsener wäre. Dass er nicht mehr da ist, das ist jetzt ein Stück Normalität", sagt der Vater.

Gleich nach dem Tod ihres Sohnes hatten die beiden in der "Kinderhilfe" dafür geworben und gearbeitet, die Behandlung von krebskranken Kindern zu verbessern, aber auch Eltern von kranken Kindern zu unterstützen. "Damals wollten wir anderen helfen, die dasselbe erlebten wie wir. Im Nachhinein haben wir festgestellt, wie sehr es uns geholfen hat, für andere Familien da zu sein."

Manchmal sei er selbst erstaunt, was Eltern helfen kann. Der Erinnerungsteich im "Sonnenhof" zum Beispiel. Man hatte einen Ort schaffen wollen für Rituale. Eltern können an dem Teich einen für ihr Kind bemalten Stein ablegen, eine Engelsfigur aufstellen oder ein paar Blumen. Ehepaar Schulz hatte nicht gedacht, dass viele Eltern immer wiederkommen würden, um im Garten des Kinderhospizes auf das Wasser zu schauen und an ihr Kind zu denken.

Auch die Gäste, die kranken Kinder, haben ihre eigenen Bedürfnisse. "Die Kinder wollen, dass wir fröhlich sind, das verlangen die Kinder von uns", sagt Schulz. "Die wollen Spaß, auch wenn sie nur noch 14 Tage zu leben haben." Sohn Björn sei genauso gewesen: "Der hat gespielt bis zur letzten Sekunde." Am liebsten mit Autos. Jürgen Schulz erinnert sich, er lächelt, ein wenig sehnsüchtig, aber nicht traurig.

Infos zur Björn-Schulz-Stiftung (Wilhelm-Wolff-Str. 38, 13156 Berlin, Tel. 39 89 98 50) unter www.bjoern-schulz-stiftung.de