Geldtipp

Wie Kinder bei der Finanzierung des Eigenheims helfen können

Viele Familien träumen davon, im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu leben. Doch Kinder brauchen Platz - und für die geräumige Wunschimmobilie muss oft ein hoher Kredit aufgenommen werden.

Kinder helfen aber andererseits dabei, die Lasten von Zins und Tilgung ein wenig geringer ausfallen zu lassen. Denn Bauherren mit Nachwuchs können teils günstiger zu den eigenen vier Wänden gelangen. So gibt es sogenannte Familienhypotheken. Das sind Darlehen, die für Familien mit Kindern einen Bonus bieten - in der Regel ist dabei der Zinssatz niedriger. Die Zahl solcher Angebote ist jedoch überschaubar. Eine schnell steigende Anzahl von Alternativen gibt es dagegen beim sogenannten Wohn-Riester, wo sich Kinder ebenfalls günstig auf die Baufinanzierung auswirken. Sie funktionieren wie andere Riester-Produkte, sind aber auf den Bau oder Erwerb einer Immobilie zugeschnitten. Jeder Sparer bekommt auch hier pro Kind jährlich einen Zuschuss von 185 Euro, für nach 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro. Im Gegenzug muss er jährlich vier Prozent seines Bruttoeinkommens in seinen Vertrag einzahlen, maximal 2100 Euro im Jahr.

Sparer müssen aber einige Regeln beachten: Die Immobilie darf nicht verkauft werden. Sonst muss die Förderung zurückgezahlt oder in ein anderes Riester-Produkt investiert werden. Außerdem wird die staatliche Förderung auf einem speziellen fiktiven Konto angespart und muss während der Rente versteuert werden.