Bildung

Schavan: Mehr Studenten gehen mit Bachelor ins Ausland

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist der Überzeugung, dass mit Einführung der Bachelor-Studiengänge heute mehr junge Menschen einen Teil ihrer Ausbildung auch im Ausland absolvieren.

Die Auslandsmobilität deutscher Studenten habe zugenommen, sagte Schavan. Probleme sieht die Ministerin dagegen immer noch bei einem Hochschulwechsel innerhalb Deutschlands. Auf Einladung Schavans diskutierten Experten von Bund, Länder, Hochschulen, Wirtschaft und Studentenorganisationen über Probleme der Bachelor- und Masterstudiengänge.

Nach Angaben der Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, bieten Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland inzwischen etwa 6000 Bachelor-Studiengänge an. Sie sollen in der Regel nach sechs Semestern zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führen. Da sich aber die einzelnen Studienangebote nicht mehr an den traditionellen Fachgrenzen orientieren, sondern zum Teil sehr spezialisiert sind, wird ein Hochschulwechsel während des Studiums häufig erschwert. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Bernd Althusmann (CDU/Niedersachsen), sieht jedenfalls zwölf Jahre nach dem Start der neuen Studienstruktur "Licht und Schatten" - wobei für ihn das Positive deutlich überwiege. Ziel sei es gewesen, die Studienzeiten zu verkürzen, die Zahl der Studienabbrecher zu verringern und auch mehr jungen Menschen ein Studium zu ermöglichen.