Hebammen

Begleiterinnen in der aufregendsten Phase des Lebens

Sie erleben, wie ein Baby die Welt der Eltern auf den Kopf stellt und Mütter und Väter sich dabei neu entdecken. Drei Berliner Hebammen geben Einblick in ihren Berufsalltag

Es ist einer der ältesten Berufe - schon immer haben Frauen anderen Frauen bei der Geburt eines Kindes geholfen. Im Jahr 117 wurde das erste Hebammenlehrbuch verfasst - seitdem hat sich vieles verändert und zugleich basiert vieles immer noch auf bewährten Traditionen. Gerade diese Vielfalt macht den Beruf zu einem der beliebtesten. Rund 18 000 Hebammen arbeiten in Deutschland, etwa die Hälfte von ihnen freiberuflich. Unmittelbare Geburtshilfe leisten sie dabei aber immer seltener. Die Prämien für die Haftpflichtversicherung sind im vergangenen Jahr teilweise um das Dreifache gestiegen und machen die Arbeit für freiberufliche Hebammen im Kreißsaal oder im Geburtshaus fast unmöglich. Doch trotz der schwierigen Arbeitssituation sind die Dienste der Hebammen bei Eltern gefragter denn je. Paare, die heute ein Kind erwarten, wünschen sich eine umfassende Rundumbetreuung. Oft schon von Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ende der Stillzeit stehen sie dann in engem Kontakt zur Hebamme. Damit erleben die Hebammen Paare in der wohl aufregendsten Phase ihres Lebens - und begleiten sie bei allen Höhen und Tiefen, die Mütter und Väter erleben, wenn ein Baby ihren Alltag mit einem Mal auf den Kopf stellt. Zum Internationalen Hebammentag haben wir drei Berliner Hebammen besucht. Zusammen blicken sie auf fast 75 spannende Berufsjahre.