Geldtipp

Zahnzusatztarife immer mit Vorsicht genießen

Wer schön sein will, muss leiden, heißt ein altes Sprichwort. Das gilt auch für den Geldbeutel. Auf diese Idee kann zumindest kommen, wer auf der Suche nach einer Zahnversicherung ist.

Seit 2005 muss der gesetzlich Versicherte alles, was über die sogenannte Regelversicherung hinausgeht, aus eigener Tasche zahlen. Und selbst wer sich mit der Grundversorgung begnügt, um sein strahlendes Lächeln zu bewahren, muss 35 bis 50 Prozent der Kosten selbst drauflegen - je nachdem, wie ordentlich er das Bonusheft geführt hat. Zahnzusatzversicherungen verspüren seitdem einen deutlichen Zustrom.

Dabei gilt: Wer eine Zahnpolice will, sollte sie möglichst abschließen, bevor der erste große Rundumschlag beim Zahnarzt zu erwarten ist. Denn grundsätzlich werden nur Behandlungen übernommen, die der Zahnarzt nach Abschluss des Vertrags begonnen und empfohlen hat. Meist haben Versicherer dazu eine Wartezeit eingebaut.

Eine Ausnahme ist die Zahn-Ersatz-Sofort-Police von Ergo Direkt. Sie kann auch noch abschließen, wer bereits einen Schaden an den Beißerchen entdeckt hat. Statt 10,99 Euro bei der Gothaer oder 8,70 Euro bei Signal Iduna zahlen Männer, die älter als 21 Jahre sind, 19,90 Euro im Monat. Allerdings ist die Vertragslaufzeit mit zwei Jahren relativ lang. Daher lohnt die Police nur, wenn die Behandlungskosten in dem Zeitraum 717 Euro übersteigen. Sonst sind die Beiträge höher als die Leistung - und die Zahlung aus eigener Tasche wäre in Summe günstiger.