Kinder Kinder

Aufgeschnappt und aufgeschrieben

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Sonnabend, 19 Uhr, in einem Hotel in der Nähe Berlins

Eine Familie nimmt an einem Fenstertisch im Restaurant des Hotels Platz. Die beiden Kinder werden von den Eltern aufgefordert, sich gut zu benehmen, immerhin sei dies ein Vier-Sterne-Hotel. Der sechsjährige Sohn schiebt den Vorhang zur Seite und schaut angestrengt nach draußen. Enttäuscht zieht er den Kopf wieder zurück: "Aber wo sind denn die vier Sterne?"

Sonntag, 16 Uhr, in einem Garten in Charlottenburg

Zwei Jungen, vier und sechs Jahre alt, hüpfen auf einem Trampolin. Der Ältere erklärt dem Jüngeren, dass er keinen Salto springen darf. Der Vierjährige ist ganz verwundert: "Wieso nicht? Haben das deine Erwachsenen verboten?"

Mittwoch, 10 Uhr, auf einem Spielplatz, Marzahn

Zwei Kita-Gruppen nutzen die Frühlingssonne auf einem Spielplatz. Ein Mädchen beobachtet, wie ein Junge aus der anderen Gruppe gerade zum wiederholten Male von seiner Erzieherin ermahnt wird. Dann wendet sie sich an ihre Erzieherin: "Ich muss erwachsen werden, damit ich auch mit denen schimpfen kann, die nicht machen, was sie sollen."

Donnerstag, 12.40 Uhr, im Bus M 29

Widerwillig beantwortet ein etwa achtjähriger Junge die nicht enden wollenden Fragen seiner forschend dreinblickenden Großmutter. Es geht wohl um den großen Bruder.

Oma: "Und Max, was sammelt der?"

Enkel: "Gar nichts."

Oma: "Irgendein Hobby muss er doch haben."

Der Junge zögert: "Naja, seine elektrischen Freunde."

Oma: "Elektrische?"

Enkel: "Na, die im Computer. Er interessiert sich für elektrische Geräte."

Oma: "Das ist doch gefährlich. Aber, sag mal, hat Max noch keine Freundin?"

Enkel: "Nein."

Oma: "Ist ja auch noch zeitig dafür... trotzdem: Warum hat er keine?"

Enkel, ziemlich maulig: "Frag ihn doch selber."

Oma: "Was unternimmt Max eigentlich mit seinen elektrischen Freunden?"

Enkel: "Gar nichts. Aber frag ihn doch selber. Ich kenne mich bei elektrischen Freunden nicht aus."

Haben auch Sie eine lustige Begebenheit mit Ihren Kindern erlebt? Dann schreiben Sie uns doch einfach: familie@morgenpost.de

( Diesmal aufgeschnappt von: Annette Kuhn, Anette von Nayhauß, Christiane Vogel und Sofia Mareschow. )