Studie

Hausarbeit erschwert vor allem ärmeren Frauen die Karriere

Familie und Haushalt sind nach einer internationalen Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) in vielen Ländern immer noch Frauensache.

Demnach tragen vor allem ärmere Frauen die Hauptlast der unbezahlten Arbeit im Haushalt, wodurch auch ihr berufliches Fortkommen erheblich erschwert wird, teilte das WZB am Donnerstag anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März in Berlin mit. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Einkommen und Hausarbeit in 33 Staaten. Dafür wurden den Angaben zufolge die Daten von weltweit insgesamt 20 000 Haushalten aus dem jährlichen "International Social Survey Programm" ausgewertet.

Besonders deutlich ist den Angaben zufolge dabei der Unterschied in Schwellenländern wie Brasilien oder Chile mit großen ökonomischen Unterschieden. Hier arbeite das ärmste Zehntel der Frauen im Durchschnitt fast acht Stunden pro Woche mehr im Haushalt als das reichste Zehntel ihrer Geschlechtsgenossinnen. Mit ihren geringen Einkommen könnten die Frauen sich keine arbeitssparenden Haushaltsgeräte leisten, teilweise fehle es auch an Wasser und Strom. Reiche Haushalte profitierten in diesen Ländern dagegen von einem großen Angebot an billigen Arbeitskräften. In Industrieländern wie Deutschland oder Schweden seien diese Unterschiede kleiner. Die Untersuchungsergebnisse seien auch ein Beleg dafür, dass die technologischen Innovationen der vergangenen 100 Jahre zum Anstieg der Frauenerwerbsarbeit beigetragen haben.

( epd )