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EU-Statistik: Familien verzichten auf Software für Kindersicherung

Ein Großteil aller Familien mit Internetzugang verzichtet auf Kindersicherungssoftware. Das berichtete das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg am Montag anlässlich des heutigen "Tags des sicheren Internets".

Demnach hatten 2010 nur 14 Prozent aller Internetnutzer mit Kindern im Haushalt eine Kindersicherungs- oder Webfiltersoftware installiert. In Deutschland waren es sogar nur zwölf Prozent.

Spitzenreiter waren Luxemburg und Slowenien mit jeweils 25 Prozent. Der Verzicht auf ein Sicherheitsprogramm kann durchaus riskant sein, wie die EU-Statistik zeigt: Fünf Prozent aller Internetnutzer stellten 2010 fest, dass ihre Kinder auf ungeeigneten Webseiten gesurft oder im Netz mit potenziell gefährlichen Personen in Kontakt geraten waren. "Die tatsächliche Zahl wird dabei jedoch unterschätzt", so die Eurostat-Experten. Auch Erwachsene machten im Internet teils üble Erfahrungen. Drei von 100 Internetnutzern in Europa fielen im vergangenen Jahr Finanzbetrügern zum Opfer. Bei den Betrugsmethoden handelt es sich etwa um Kreditkarten-Kriminalität sowie das tückische "Phishing" und "Pharming". In beiden Fällen gelangen die Betrüger an Passwörter und andere vertrauliche Daten, etwa mithilfe von E-Mails oder gefälschten Bank-Webseiten. Am meisten zu leiden hatten laut Eurostat die Nutzer in Lettland, wo acht Prozent Geld an Betrüger verloren. In Deutschland waren drei Prozent der Internetnutzer betroffen.

( EPD )