FamilienNews

Urteil: Geschiedenes Elternteil muss über Kinder informiert werden

Urteil

Geschiedenes Elternteil muss über Kinder informiert werden

Auch geschiedene Eltern haben Anspruch auf Informationen über ihre Kinder. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichtes Hamm wies der Deutsche Anwaltverein in Berlin hin (Az.: 2 UF 84/09,II-2 UF 84/09). Die Richter hatten entschieden, dass auch ein Elternteil ohne Kinderkontakt ein Recht auf Informationen über deren Entwicklung hat. In dem verhandelten Fall hatte sich das Ehepaar scheiden lassen. Die Mutter bekam das Sorgerecht für die drei Kinder. Zum Vater hatten sie keinen Kontakt, da die Kinder den Umgang von sich aus ablehnten. Die Mutter musste ihrem Ex-Mann zweimal jährlich einen Bericht über die Gesundheit der Kinder sowie die Zeugnisse vorlegen. Außerdem sollte der Vater aktuelle Fotos erhalten. Die Mutter wandte sich vergeblich dagegen. Die Fotografien und die Berichte seien für den Vater der einzige Weg, sich über die Entwicklung seiner Kinder zu informieren.

Gesundheit

Diät hält übergewichtige Senioren unabhängig

Laut einer Studie der Wake-Forest-Universität im US-Staat North Carolina können alte Menschen ihre Mobilität um bis zu 20 Prozent steigern. Die Forscher teilten die rund 300 Teilnehmer zwischen 60 und 79 Jahren in drei Gruppen: Ein Teil der Senioren wurde über Gesundheit im Alter aufgeklärt, eine zweite Gruppe bewegte sich regelmäßig, und die übrigen Probanden kombinierten Bewegung mit Gewichtsabnahme. Bislang war fraglich, ob übergewichtige Menschen im Alter vom Abnehmen profitieren. Aber genau diese Teilnehmer steigerten ihre Mobilität im Lauf der folgenden fünf Jahre am deutlichsten. Sie legten eine Strecke von 400 Metern im Mittel um fünf Prozent schneller zurück als zu Beginn der Studie. Manche Senioren besserten ihre Mobilität sogar um 20 Prozent. "Ohne Hilfe gehen zu können, ist eindeutig ein entscheidender Faktor für die Fähigkeit eines älteren Menschen, sich selbst zu versorgen", so die Forscher in der Zeitschrift "Archives of Internal Medicine".

Sicherheit

Pflegende Angehörige sind unfallversichert

Bei Unfällen während der Betreuung sind pflegende Angehörige versichert. Versicherungsbeiträge brauchen sie dafür nicht zu bezahlen, erklärt Stefan Boltz von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Berlin. Denn die Kosten für die Versicherung eines pflegenden Angehörigen trage die Gemeinde. Diese beitragsfreie Unfallversicherung trete allerdings nur ein, wenn die Betreuung nicht entlohnt wird und in der häuslichen Umgebung des Bedürftigen stattfindet. Versichert seien Arbeits- und Wegeunfälle, die während oder wegen der Hilfeleistungen passieren. Gleiches gilt für Berufskrankheiten wie Infektionen oder Hautkrankheiten. Zu den Hilfeleistungen zählen die Unterstützung bei der Körperpflege, der Ernährung, den alltäglichen Bewegungsabläufen oder im Haushalt, sagt Boltz. Wenn es zu einem Unfall kommt, übernehme die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die Behandlung, die berufliche und soziale Rehabilitation sowie Geldleistungen.