FamilienNews

Urteil: Kindergeldbezieher kann rückwirkend geändert werden

Urteil

Kindergeldbezieher kann rückwirkend geändert werden

Kindergeld wird grundsätzlich nur an ein Elternteil ausgezahlt. Die Entscheidung, ob Mutter oder Vater das Geld bekommen, können Eltern aber auch rückwirkend verändern. Das hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschieden, wie der Deutsche Anwaltverein in Berlin mitteilt. In dem Fall wollten die Eltern, dass das Kindergeld rückwirkend zum 1. Dezember nicht mehr dem Vater, sondern der Mutter ausgezahlt wird. Diesen Wunsch hatten sie am 23. Dezember der Familienkasse mitgeteilt. Hintergrund war, dass die Mutter aufgrund einer tariflichen Vereinbarung einen Ortszuschlag hätte beanspruchen können, falls sie schon im Monat Dezember Kindergeld erhalten hätte. Die Familienkasse wollte den Wechsel erst ab Januar zulassen. Sie war der Auffassung, dass ein rückwirkender Wechsel nicht möglich sei. Dies wiesen die Richter in ihrem Urteil zurück. Nur wenn das Kindergeld für den entsprechenden Monat schon ausgezahlt worden sei, sei eine rückwirkende Änderung nicht mehr möglich.

Partnerschaft

Psychologin: Nicht auf den Satz "Ich liebe dich" dringen

Drückt ein Partner seine Gefühle nicht mit einem "Ich liebe dich" aus, heißt das nicht, dass er es nicht tut. Die Psychologin Felicitas Heyne rät deshalb dazu, ein solches Verhalten nicht persönlich zu nehmen, sondern darauf zu achten, welche Dinge der Partner für einen tut. "Wenn der andere Dinge für mich übernimmt, die ich nicht so gerne mache, ist das auch ein Ausdruck der Liebe", betont die Psychologin. Seine Liebe in Worte zu verpacken, sei für manche eben ungewohnt: "Das ergeht ihnen dann so wie mit einer Fremdsprache", sagt Felicitas Heyne. Man könne dem anderen zwar sagen, dass man "Ich liebe dich" gerne öfter hören möchte. Letztlich bleibe einem aber nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren.

Gesundheit

Schwanger: Schmerzmittel nur in Ausnahmefällen nehmen

Schwangere sollten so wenige Medikamente wie möglich einnehmen, das gilt auch für Schmerzmittel. "Gerade das erste Schwangerschaftsdrittel ist eine sensible Zeit, in der sich die Organe beim Ungeborenen entwickeln", erklärt Dr. Wolfgang E. Paulus, Leiter des Instituts für Reproduktionstoxikologie am Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Ulm, in der Zeitschrift "Baby und Familie". "In dieser Zeit sollten Schwangere besonders vorsichtig sein und nicht in Eigenregie handeln", betont er. Am ehesten sei Paracetamol als Schmerzmittel geeignet, in besonderen Fällen komme auch Ibuprofen und Diclofenac infrage. Die Einnahme soll aber immer nach Rücksprache mit dem Arzt und nur für kurze Zeit erfolgen, nach der 30. Schwangerschaftswoche gar nicht mehr. Unbedenklich seien homöopathische Präparate ab einer Potenz von D6, die aber nicht mit pflanzlichen Mitteln verwechselt werden dürfen. Deren Wirkstoffe seien zum Teil sehr stark. "Man weiß nicht, wie sie die Schwangerschaft beeinflussen, weil es keine Studien gibt", so Paulus. Werdende Mütter sollten sie nicht eigenmächtig einnehmen.